Die Entführung aus dem Serail - Kinderbuch/Bilderbuch
 
 
 
 
 
Autor:            Michael Mikolajczak
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Illustrator:      Davor Bakara
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Verlag:          gesucht!
                              
 
 
Florian Feuerwehrmann
- Kinderbuch/Bilderbuch
Autor:            Michael Mikolajczak
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Illustrator:      Derek Roczen
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Verlag:          gesucht!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
                              
 
 
Autor:            Michael Mikolajczak
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                      130 Seiten
Siehe auch     www.romansuche.de
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Napoleons großes Abenteuer - Roman/Kinderbuch
 
Halloween
- Kinderbuch/Bilderbuch
Autor:            Michael Mikolajczak
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Ein Wikinger entdeckt Amerika
- Kinderbuch/Bilderbuch
Du Teufelchen!
- Kinderbuch/Bilderbuch
Autor:            Michael Mikolajczak
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Autor:            Michael Mikolajczak
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König Artus
- Kinderbuch/Bilderbuch
Autor:            Michael Mikolajczak
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                      als Infotainment Reihe ausbaubar
 
Verlag:           gesucht!
                              
 
 
Müde im Wald
- Kinderbuch/Bilderbuch
Autor:            Michael Mikolajczak
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Alarm für die Krimi-Kids
Film ab!
Roman/Kinderkrimi
 
 
Synopsis:
Jugendliche überrennen Erwachsene und filmen die Tat auf dem Handy.
 
Jugendliche rennen einen 13-Jährigen um, misshandeln ihn, urinieren auf ihn, filmen die Tat und planen den Film als CD auf dem Schulhof zu verkaufen.
 
Eine Behinderte wird von zwei Mädchen ausgezogen und dabei gefilmt.
 
Spaß, Macht und der Film vom Handy als Beweis für die eigene Coolness sind die Motive der Täter.
 
All das ist Realität in Deutschland.
 
ALARM FÜR DIE KRIMI-KIDS! erzählt die Fiktion, eine entschärfte Wirklichkeit mit stets aktuellen Fällen, die die Krimi-Kids erleben und ermitteln. Die Realitätsnähe dieser Fälle ist das Markenzeichen der Serie.
 
BAND 1, FILM AB! berichtet über einen als Ninja verkleideten Junge, der Kinder überfällt und sich dabei von seinem Kumpan filmen lässt. Im Internet tauchen diese Filme auf und die zwölf-jährigen Krimi-Kids ADRIAN, SCHRÖDER, LARA und HERAKLES ermitteln den Fall.
 
 
Synopsis:
NAPOLEON ist eine Punk Maus. Rotes Fell, ein Irokesenschnitt und eine große Klappe sind sein Markenzeichen. Bei jeder Gelegenheit macht sich die kleine Maus wichtig, behauptet, die Sprache der Menschen zu verstehen und versucht so, bei den Tieren Eindruck zu schinden. Die glauben Napoleons angeberischen Worten und ahnen nicht, dass der nur blufft. Doch Napoleon ist nicht nur ein Gernegroß und Blender, ihn verbindet auch eine tiefe Freundschaft zu dem Punk-Jungen TOBI, einem von seinen sich immer auf Reisen befindenden Eltern alleingelassener Millionärserbe. Napoleon und Tobi sind ein Herz und eine Seele, sind nie getrennt und brauchen einander. Doch dann folgt für beide ein Schicksalsschlag. Bei einer Landpartie geht Napoleon verloren und findet sich in der rauen Natur wider. Sofort macht er sich auf, die Stadt und Tobi zu suchen. Doch wie nur? Napoleon muss erkennen, dass er nicht für das wilde Leben in der Natur geschaffen ist. Denn in der Wildnis zählen Taten und nicht die starken Sprüche, die Napoleon immer durchs Leben halfen.
 
Feldmäuse finden Napoleon und nehmen ihn mit in ihren Mäusebau. Napoleon belügt auch sie. Er macht sich wichtig, erzählt von den Menschen, die auf ihn hören und mit denen er sich verständigen kann. Doch je besser der rote Mäuserich die Feldmäuse kennen lernt, desto mehr bereut er es, sie angeschwindelt zu haben. Als dann der Mäusebau durch Bagger bedroht wird, ist Napoleon in der Pflicht. Er soll den Mäusebau retten, soll mit den Bauarbeitern reden. Napoleon sitzt in der Zwickmühle. Wie kann er den Freunden helfen? Werden sie ihn noch mögen, wenn er ihnen die Wahrheit über seine Lügen erzählt? Und wie wird er es je schaffen, wieder zu Tobi zurückzufinden? Napoleon steht vor dem größten Abenteuer seines Lebens und erkennt, nur wenn er sich ändert und ein besserer Mäuserich wird, kann er Erfolg haben.
 
NAPOLEONS GROSSES ABENTEUER ist ein Buch über Freundschaft, über Wahrheit und Lügen und über die, durch Menschenhand gefährdete Natur.
 
 
Autor:            Michael Mikolajczak
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                      130 Seiten
                      als Kinder-Krimi-Serie geplant
Verlag:           gesucht!
 
Pitch:
Eine Kindergeschichte über Piraten, den Orient über Abenteuer und Freundschaft
 
 
Pitch:
Eine Kindergeschichte über einen Jungen, der sich wünscht, Feuerwehrmann zu sein. Sein Traum wird wahr und ein tolles Abenteuer erwartet ihn.
 
 
 
 
 
Pitch:
Der irische Apfeldieb Jack O‘Lantern überlistet den Teufel. Zur Strafe muss Jack in jeder Nacht des 31 ten Oktobers mit einer Kürbisleuchte durch die Nacht geistern.
 
 
Pitch:
Der Wikingerjunge Leif Eriksson verlässt mit seinem Vater die Heimat der Wikinger und entdeckt auf seinem Drachenschiff Amerika.
 
 
Pitch:
Eine unterhaltsame Geschichte über Auszeiten für bockige Kinder, über einen kleinen Jungen, der teuflische Streiche ausheckt und einen kleinen Teufel, der dem teuflischen  Jungen einen Streich spielt.
 
 
Pitch:
Die Artussage über den sagenumwobenen König, den Zauberer Merlin und das Schwert Excalibur erzählt für Kinder im Bilderbuchalter.
Pitch:
Der große Zottelwolf und sein Sohn sind im Wald unterwegs. Es ist längst Schlafenszeit, doch nur der Vater ist müde, der kleine Zottelwolf will noch lange nicht schlafen.
Eine Abenteurgeschichte und ein Buch über das Einschlafen.
Der Wind füllte die Segel und mein Schiff ritt über die Wellen. Ich war auf dem Weg nach Spanien, zu meinem Freund Belmonte. Er fehlte mir und ich freute mich sehr, ihn bald wieder zu sehen. Doch es kam anders, denn ich entdeckte ein fremdes Schiff, das mir folgte. Erst sah ich nur das Segel, dann kam das Schiff schnell näher und ich konnte die Flagge an seinem Mast erkennen. Es war eine Piratenflagge. „Hilfe!“ rief ich so laut, dass alle Matrosen aus ihren Betten fielen. „Hilfe, die Piraten sind da!“
 
„Jawohl, wir sind’s!“, antworteten die Piraten und fuchtelten mit Krummsäbeln und Messern in der Luft. Sogleich warfen die Piraten ihre Enterhaken und zogen unser Schiff an ihr Schiff heran. Bis an die Zähne waren die Kerle bewaffnet und schnell kletterten sie an Bord. Es war ein Hauen und Stechen, doch schließlich hatten die Piraten gesiegt. Sie tanzten und sangen an Bord und fesselten dabei meine Mannschaft und mich.  
 
„Dich werde ich als Sklavin verkaufen.“, drohte mir der Piratenkapitän und lächelte böse. Sofort setzte er mit seinem Piratenschiff Kurs in den Orient.
 
Kräftig blies der Wind in die Segel und schnell erreichten wir das Ziel. „Land in Sicht!“ brüllte ein Pirat. Und Tatsächlich, vor uns lag eine Stadt mit hohen Türmen und runden Kuppeldächern. Dies war das Königreich von Selim Bassa, dem berühmten Sultan und Beherrscher des Orients.
 
Der Piratenkapitän brachte mich an Land und zu einem Bazar. Auf diesem Markt wollte er mich verkaufen. Ich sah dort einen Mann, der auf einem Brett voller spitzer Nägel saß. „Aua!“ dachte ich, doch der Fakir spürte keinen Schmerz.
 
Überall auf dem Basar roch es nach Gewürzen. Es duftete so toll, dass ich fast vergessen hätte, die Gefangene des Piratenkapitäns zu sein. Eine Sänfte schwankte an uns vorbei. Träger aus Afrika trugen sie und den Mann darin, der einen großen Turban auf dem Kopf trug. Als der Mann in der Sänfte mich sah, sagte er: „Alle Mann anhalten!“
 
Die Afrikaner blieben stehen und der Mann in der Sänfte lächelte mir zu. Er bat mich, zu ihm zu steigen und als ich neben ihm saß, nannte er mir seinen Namen. Er hieß Selim Bassa und war der Herrscher des Orients. Noch nie, so sagte er mir, hatte er ein blondes Mädchen wie mich gesehen. Selim Bassa fragte mich nach meinem Namen. „Konstanze“ sagte ich und höflich und lächelte meinem Retter an.
 
Der Seeräuber verbeugte sich so tief vor dem Mann in der Sänfte, dass seine Nase den Boden berührte. Er musste niesen, denn der Boden war staubig. „Gesundheit.“, wünschten Selim Bassa und ich dem Piratenkapitän.
 
Der Sultan warf ein paar Goldmünzen auf dem Boden. Vor der Nase des Piraten bleiben sie klimpernd liegen, während Selim Bassa seine Träger anwies, weiter zu gehen.
 
Kurz darauf hatten wir den Sultanspalast erreicht. Der Palast war voll von Dienern und Soldaten. Es gab unzählige Gemächer und Bäder mit Springbrunnen. Wunderschön, war es hier, wie in einem Märchenschloss. Doch ich war nicht glücklich. All die Pracht des Palastes und die Freundlichkeit von Selim Bassa konnten mich nicht darüber hinweg trösten, dass mir mein Freund Belmonte fehlte. Wie gerne hätte ich Belmonte wieder gesehen und ich wünschte mir, er würde kommen und mich zu sich holen.
 
Und tatsächlich, mein Traum sollte in Erfüllung gehen. Belmonte war den Piraten gefolgt und hatte den Piratenkapitän gefangen genommen. Von ihm erfuhr er, wo ich zu finden war. Und eines Tages tauchte Belmontes Schiff im Hafen von Selim Bassas Stadt auf. „Hurra!“ rief Belmonte, als er von Bord sprang und an Land ging.
 
In den Tavernen am Hafen befragte Belmonte die Seeleute und erfuhr von dem blonden Mädchen, das im Palast von Selim Bassa lebte. Belmonte beschloss mich zu befreien. Von einem Arzt kaufte er ein Schlafpulver und schlich damit nachts zum Palast.
 
Vor dem Palast saß ein Inder und spielte Flöte. Eine Schlange, die sich in einem Weidenkorb vor dem Musikant zusammengerollt hatte, bewegte sich zu der schönen Melodie, als würde sie tanzen. Gerne war der Inder bereit, Belmonte zu helfen. Er spielte auf seiner Flöte und die Schlange richtete sich auf, bis sie einer Kletterstange glich. An ihr kletterte Belmonte zu einem Balkon des Palastes hinauf.
 
Belmonte schlich im dunklen Palast umher und schließlich fand er mein Gemach. Davor stand ein Wächter mit einem großen Krummsäbel in der Hand. Belmonte lächelte ihm zu und blies das Schlafpulver in sein Gesicht. Die Nasenflügel des Wächters bebten, dann schlief er ein und begann laut zu schnarchen.
 
Das Schnarchen weckte mich. Ich verließ mein Bett und öffnete müde die Tür. Meine Müdigkeit war wie weggeblasen. „Belmonte!“, rief ich überglücklich und umarmte meinen Freund, der vor mir stand. Belmonte erzählte mir von seinem Schiff, das im Hafen lag und wir beschlossen zu fliehen.
 
Der Vollmond schien hell am Himmel, als Belmonte und ich an der Schlange wie auf einer Rutschbahn hinabrutschten. „Danke.“, sagten Belmonte und ich zu dem Tier und dem Flötenspieler, dann rannten wir durch die engen Gassen der Stadt zum Hafen.
 
Die Nacht war still, denn alle Menschen schliefen. Doch plötzlich hörten wir lautes Säbelrasseln und aufgeregte Stimmen. „Alarm! Alarm!“ brüllte der Wächter, mit den bebenden Nasenflügeln, der aus seinem Schlaf erwacht war.
 
Sofort nahmen Selim Bassa und seine Soldaten die Verfolgung auf. „Zu den Waffen! Konstanze wurde geraubt!“, rief Selim Bassa voller Sorge um mich.
 
Überall in der Stadt gingen die Lichter an. Müde Menschen schauten aus ihren Fenstern und sahen zu, wie Selim Bassa und seine Männer hinter uns her rannten. Mal bogen wir rechts ab, mal links. Wir kletterten über hohe und niedrige Mauern und schließlich erreichten wir außer Atem den Hafen und sprangen an Bord.
 
Belmonte lichtete den Anker und setzte das Segel. Doch es war zu spät. Die Soldaten von Selim Bassa hatten uns erreicht und betraten das Schiff. „Hände hoch!“ riefen sie und verhafteten Belmonte.
 
Selim Bassa trat mir gegenüber. Er hatte Angst um mich gehabt und wollte verhindern, dass mich Räuber entführen. Wie froh war er, dass es ihm gelungen war, mich zu befreien.
 
„Nein!“ widersprach ich Selim Bassa. „Belmonte ist kein Räuber, er ist mein bester Freund“. Der Sultan war überrascht. „Dann war dies keine Entführung?“, wollte er wissen und Belmonte und ich schüttelten unsere Köpfe. „Nur aus Sorge hat mich Belmonte aus dem Palast befreit.“, berichtete ich Selim Bassa.
 
Der Sultan erkannte, wie glücklich ich mich fühlte, jetzt wo Belmonte bei mir war. „Freunde denken immer aneinander und helfen einander stets. Sind Freunde zusammen, sind sie glücklich. Sind sie getrennt, sind sie einsam.“ All das sagte Selim Bassa zu mir und er hatte Recht damit.
 
Sofort befahl der Sultan seinen Soldaten, Belmonte frei zu lassen. Selim Bassa gratulierte mir, in Belmonte einen Freund zu haben, der das ganze Meer bereist hatte, um mich zu finden. Auch Belmonte gratulierte er zu einer solchen Freundschaft.
 
„Danke für alles.“, sprach ich zu Selim Bassa und war froh, in ihm einen neuen Freund gefunden zu haben. Dann stach ich mit Belmonte in See. Der Wind blies in unser Segel und unser Schiff fuhr langsam aus dem Hafenbecken. Ich winkte Selim Bassa zum Abschied und er winkte zurück.
 
Die Stadt und der Hafen lagen hinter uns und wir hatten das offene Meer erreicht. Hell schien der Mond und ich war froh, wieder mit Belmonte zusammen zu sein.
„Riiiiiing! Riiiiiing! Riiiiiing!“ Laut schrillte das Telefon in Florians Traum. Florian öffnete erst das eine, dann das andere Auge. Er gähnte müde, als er Bett und Zimmer verließ und das Wohnzimmer der Eltern betrat.
 
„Hallo?“ flüsterte Florian in den Hörer des Telefons und eine aufgeregte Stimme antwortete ihm.„Ich brauche deine Hilfe, Feuerwehrmann Florian!“
 
„Ich komme!“ rief Florian und rannte zurück in sein Zimmer. Im Kleiderschrank wartete schon seine Feuerwehruniform. Florian zog sie an, griff nach Schutzhelm, Atemschutzmaske, Luftflasche, Sicherheitshandschuhen und dem Gürtel mit dem Feuerwehrbeil. In Sicherheitsstiefeln stürmte Florian aus dem Haus.
 
Ein Tanklöschfahrzeug stand vor Florians Haustür und plötzlich erschien der Fahrzeugschlüssel in Feuerwehrmann Florians Hand. „Steig ein! Schnell!“, wisperte der Schlüssel.
 
Florian hatte keine Zeit, sich über einen Schlüssel, der flüsterte zu wundern, auch nicht über das Feuerwehrauto, das ihm zuraunte: „Feuerwehrmann Florian, wir müssen uns beeilen!“
 
Kaum war Florian eingestiegen, brauste das Tanklöschfahrzeug davon. Fest drückte Florians Fuß auf das Gaspedal und sicher lenkte der Junge den Wagen durch die Straßen der Stadt. Laut erklang das Martinshorn und das Feuerwehrauto funkelte freudig mit seinen Scheinwerferaugen.
 
An Ampeln, an Kreuzungen, hinter Kurven, überall hielten Autos am Straßenrand und schafften Platz für Feuerwehrmann Florians Feuerwehrwagen.
„Was für ein Abenteuer!“ rief Florian begeistert und erreichte sein Ziel.
 
Rauch kitzelte in Florians Nase, als er aus dem Fahrzeug stieg. Dunkel qualmte der Rauch in den Himmel und Florian sah, wie Flammen aus den Fenstern eines Gebäudes loderten. Ein Plüschaffe stand vor dem brennenden Haus und weinte dicke Tränen. „Mein Freund Teddy ist noch in seinem Zimmer. Du musst ihn retten.“
„Ich rette ihn.“, versprach Florian Feuerwehrmann und eilte an die Arbeit.
 
Florian schloss den Löschschlauch an den Wassertank des Fahrzeugs an. Dann fuhr er die Leiter aus und kletterte sie rasch hinauf. „Wasser Marsch!“ rief Florian dem Löschschlauch zu.
„Wasser läuft!“ antwortete dieser und spritzte los.
Sofort begann das Wasser die ersten Flammen zu löschen.
 
Durch ein zerbrochenes Fenster kletterte Florian ins Haus hinein. Schutzanzug, Helm, Handschuhe und Sicherheitsstiefel schützen ihn vor Hitze und Feuer. Die Atemmaske und die Atemluftflasche versorgten Florian mit frischer Luft und schützen ihn vor dem Rauch.
 
„Teddy! Wo bist du?“ rief Florian so laut er konnte, doch das Knistern der Flammen übertönte seine Stimme.
 
Florian hörte ein heiseres Husten in einem der Zimmer. Es war das Kinderzimmer und darin fand Florian Teddy, der ängstlich unter dem Bett lag und ein Spielzeughandy umklammerte. „Danke, dass du gekommen bist!“, rief Teddy.
 
„Hab keine Angst. Ich rette dich!“ versprach Florian Feuerwehrmann und streckte Teddy die Hand entgegen. Sofort kroch Teddy unter dem Bett hervor und Hand in Hand verließen Florian und Teddy das Kinderzimmer.
 
Florian hielt den Löschschlauch fest und löschte die Flammen. Dann reichte er Teddy ein feuchtes Taschentuch.
 
„Du musst mich über Nase und Mund halten, dann ist der Rauch nicht so schlimm.“, flüsterte das Taschentuch. Teddy folgte dem Rat und drückte sich das feuchte Taschentuch fest über seine Schnauze.
 
Florian und Teddy eilten zurück zum Fenster. Die Leiter wartete bereits ungeduldig auf sie.
„Beeilt euch, Freunde. Es ist höllisch heiß hier.“, feuerte sie die beiden an und musste husten, als eine Rauchwolke sie umhüllte.
 
Der Wind blies durch das Fenster und trieb dichten und heißen Rauch auf Florian und Teddy zu.
„Warme Luft und Rauch steigen immer nach oben.“, wisperte der Wind. „Ihr müsst gebückt gehen, wie Indianer, die sich anschleichen.“
 
Florian und Teddy folgten dem Rat des Windes und tatsächlich, nahe am Boden ließ es sich besser atmen und Hitze und Rauch waren nicht ganz so schlimm.
 
Florian reichte Teddy seine Atemschutzmaske. Teddy atmete tief ein und gab die Schutzmaske Florian zurück.
 
Ein brennender Holzbalken stürzte von der Decke und versperrte den Durchgang.
„Ich mach das!“, rief der Löschschlauch und duschte die Flammen.
„Heh! Lass das!“, meckerte das Feuer und erlosch.
 
Mit nur einem Schlag seines Feuerwehrbeils hieb Florian den Balken entzwei. Der Weg zum Fenster war nun frei. Florian und Teddy liefen zu der hustenden Leiter und kletterten an ihr hinab.
 
Eine Menschenmenge hatte sich in sicherem Abstand neben dem Plüschaffen vor dem Haus versammelt. Alle begannen begeistert zu klatschen, als Florian und Teddy wieder in Sicherheit waren.
 
Feuerwehrmann Florian hatte keine Zeit, sich feiern zu lassen. Schnell erklomm er erneut die Leiter und richtete den Löschschlauch auf das Feuer. Die Flammen schimpften und beklagten sich, doch es nützte nichts. Sie erloschen.
 
Erst als kein Funken mehr glimmte, kletterte Florian die Drehleiter hinab. „Danke Feuerwehrmann Florian!“, sprach Teddy. „Gern geschehen.“, antwortete Florian.
 
„Ich will auch Feuerwehrmann werden, genau wie du.“, verkündete Teddy voll Stolz und zwinkerte Florian zu. „Abgemacht“, antwortete Florian und schüttelte Teddy die Hand.
 
Sogleich gingen die beiden Feuerwehrleute ans Werk. Sorgfältig rollten sie den Löschschlauch auf, holten die Leiter ein und fuhren in ihrem Tanklöschwagen davon, einem neuen Abenteuer entgegen.
 
Die beiden Feuerwehrmänner wussten, dass Menschen in Gefahr auf ihre Hilfe hofften und um nichts in der Welt, wollten sie diese Menschen enttäuschen.
 
Das erste Sonnenlicht des Tages weckte Florian. Er öffnete erst das eine, dann das andere Auge und rief begeistert: „Was für ein toller Traum!“
 
Florian schaute durch das Fenster in seinem Kinderzimmer und sah zur Feuerwehrstation hinüber. Ein Tanklöschfahrzeug stand davor und für einen kurzen Augenblick glaubte Florian, einen Teddy im Fahrzeug sitzen zu sehen.
                                
 
Das Abenteuer von Feuerwehrmann Florian und seinen Freund Teddy lässt sich auch als Reihe weiterführen. Weitere Einsätze führen die beiden
 
zu einem Flughafen. Dort muss ein Flugzeug notlanden und gerät in Brand.
 
in ein Dorf, das überschwemmt wurde. Keller müssen ausgepumpt werden, Menschen in Schlauchbooten gerettet werden.
 
aufs Meer, wo ein Passagierschiff in Brand geriet.
 
in eine Schule, damit Kinder alles über das richtige Verhalten bei einem Brand lernen.
 
in eine Chemiefabrik, in der es einen Unfall gegeben hat.
 
an einen See, in den ein Auto gekippt ist.
 
zu einem Lawinenunglück, bei dem Verschüttete gerettet werden müssen.
 
zu einem Fluss, in den ein Öllaster gekippt ist und sich ein Ölteppich bildet.
 
zu einem Waldbrand, der mit Löschflugzeugen gelöscht werden muss.
Niemand kann sich heute noch erinnern, wann sich die Geschichte zugetragen hat, die ich hier erzählen möchte. Nur der kleine Jack O’Lantern weiss genau darüber Bescheid. Warum das so ist? Hört gut zu…
 
Der kleine Jack war ein Apfeldieb und heute hatte er besonders großen Hunger auf goldgelbe und rote Äpfel. Und wie jeden Tag, wenn er Hunger auf Äpfel hatte, ging Jack zur Obstwiese. Fast alle Äpfel hatte Jack dort von des Bauern Bäumen gegessen, nur ein Apfelbaum war unberührt geblieben, über und über voller leckerer Äpfel. Doch dieser Baum war so hoch, dass er fast in die Wolken reichte und er war schwer zu erklimmen. Heute wollte es Jack versuchen und hatte deshalb in seine Tasche ein langes Seil gepackt. Das Seil wollte Jack um den untersten Ast werfen, sich dann am Baumstamm hochziehen und von Ast zu Ast zu den leckeren Äpfeln klettern. Es war ein guter Plan.
 
Jack dachte an leckere Äpfel, als er am Apfelbaum eintraf. Doch was war das? Aus einem Erdloch ragte eine Leiter. Das Loch war so tief, dass Jack nicht bis zu dessen Ende blicken konnte. Das eine Ende der Leiter schien einfach im Inneren der Erde zu verschwinden. Das andere Ende hingegen reichte bis zur Krone des Baumes, wo die schönsten Äpfel hingen. Und dort saß eine Gestalt und aß schmatzend einen Apfel nach dem anderen. Es war der Teufel, der sich die Äpfel schmecken ließ.
 
Jack war hungrig und so wunderte es nicht, dass er wütend wurde, denn der Teufel stahl die Äpfel, die Jack hatte stehlen wollte. Der Magen des Jungen knurrte vor Hunger und wütend kippte Jack die Leiter um. Die sauste an ihm vorbei, verschwand im Erdloch, das sich daraufhin auf wundersame Weise schloss.
 
„Heh! Was soll das?!“ rief der Teufel vom Baum hinab. „Wie komme ich jetzt hier wieder runter?“ Doch Jack war das egal. „Bleib halt oben und iss, bis du platzt!“, rief er dem Teufel zu. Und tatsächlich, der Bauch des Teufels war so rund von den vielen Äpfeln geworden, die er gegessen hatte, dass er sich kaum bewegen konnte und fast geplatzt wäre. So dick war der Teufel, dass es ihm unmöglich war, ohne die Leiter den Baum zu verlassen. „Pass auf Jack! Ich biete dir einen Handel an.“, sprach der Teufel. „Ich weiss, dass du ein böser Junge bist, der seine Familie und Freunde ärgert und die Äpfel des Bauern stiehlt. Einen wie dich holt früher oder später der Teufel. Zufällig bin ich jedoch der Teufel und wenn du mir hier runter hilfst, verspreche ich, dass du niemals die Hölle betreten wirst. Das war das Angebot des Teufels. Jack war bereit, dem Handel zuzustimmen, doch nur unter der Bedingung, dass der Teufel für Jack die letzten Äpfel des Baumes pflücken würde. Der Teufel nickte grimmig und stimmte zu.
 
Ratlos stand Jack vor der Stelle, an der sich die Erde über der Leiter geschlossen hatte. Wie sollte er das Erdreich öffnen und wie die Leiter darin finden? Jack wusste keinen Rat. Der Teufel, der den Jungen beobachtete, sehr wohl. „Geh neun Mal im Kreis um die Stelle. Dann klopfe neun Mal mit der Hand auf den Boden und wünsche dir neun Mal, der Boden möge sich öffnen. Jack tat wie geheißen und plötzlich gab es einen lauten Knall, es roch nach Schwefel und gelber Rauch stieg auf. Jack hustete und hielt sich gleichzeitig die Nase zu, denn der Gestank des gelben Schwefels war fürchterlich. Jack schloss die Augen und siehe da, als er sie wieder öffnete stand die Leiter am Baum und der dicke Teufel kletterte an ihr hinab. Der Teufel reichte Jack die zwei letzten Äpfel, dann sprang er ins Erdloch und verschwand samt Leiter darin. Mit einem lauten Knall schloss sich das Loch im Boden.
 
Jack biss in den einen Apfel, dann probierte er den Zweiten und schließlich aß er beide auf. Der Junge konnte nicht ahnen, dass der Teufel die Äpfel verzaubert hatte, so dass jeder Mensch, der von ihnen aß, Fieber und Bauchschmerzen bekommen würde.
 
Am Abend lag Jack im Bett. Die Äpfel lagen schwer in seinem Magen und die Hitze des Fiebers ließ ihn phantasieren. Er träumte, obwohl er nicht schlief und in diesem Traum begegnete ihm Petrus. Petrus saß vorm Himmelstor und plauderte mit den Engeln. Als Petrus Jack sah, sprach er zu dem Jungen. „Was willst du hier Jack? Hier dürfen nur Engel rein und Menschen, die zu Lebzeiten Gutes bewirkt haben. Doch du bist ein Dieb und hast hier nichts verloren. Dein Platz ist wo anders.“ Petrus schnippte mit dem Finger und plötzlich fand sich Jack zu Hause in seinem Bett wieder. Dort schlief er ein.
 
Im Schlaf hatte Jack einen zweiten Fiebertraum. Er sah sich selbst, wie er zum Apfelbaum ging. Jack suchte und fand dort die Stelle an der die Leiter des Teufels gestanden hatte. Neun mal ging er im Kreis herum, dann kniete er sich nieder und klopfte mit der Hand neun Mal auf den Boden. Danach wünschte sich Jack neun Mal, die Erde würde sich öffnen. Mit einem lauten Knall platzte das Erdreich auf. Ein Riss erschien, wurde größer und bildete eine Öffnung, die groß genug war, um einem Jungen Durchlass zu bieten.
 
Aus dem Innern der Erde quoll gelber, stinkender Rauch. Jack sah hinab, doch auch dieses Mal konnte er nicht erkennen, wie tief das Loch war. Es konnte eine lange Reise werden und deshalb war Jack gut vorbereitet. Er hatte in seiner Tasche einen Kürbiss, der ihm den Hunger auf dem Weg in die Hölle vertreiben würde und auch an ein Seil hatte Jack gedacht. Jack knotete ein Ende um den Baumstumpf und das andere um seinen Bauch. Mutig hüpfte Jack in das Loch.
 
Jack flog nach unten. Er jauchzte vor Freude, denn es machte Spaß, so schnell in die Tiefe zu sausen. Doch der Flug mochte nicht enden und Jack wünschte sich, er könnte auf dem Weg nach unten etwas sehen, denn es war stockfinster.
 
Endlich wurde Jacks Flug durch das Ende des Seils abgebremst und dies geschah keine Sekunde zu spät, denn Jack war an der Pforte des Teufels angekommen. Rot glühte das Tor zur Hölle und zaghaft klopfte Jack dort an. Der Teufel persönlich öffnete die Tür.
 
„Was willst du hier Jack? Hier dürfen nur Teufel rein und Menschen, die zu Lebzeiten Böses bewirkt haben. Doch du und ich, wir haben einen Handel. Nie wirst du die Hölle betreten. Zwar bist du ein Dieb, doch hier hast du nichts verloren.
 
Jack konnte durch die offen stehende Tür einen Blick in die Hölle erhaschen. Er sah überall Feuer und spürte die Hitze, die von den Flammen ausging. Als Jack dies sah, war er froh, die Hölle nicht betreten zu dürfen und nur zu gerne wollte er sich wieder auf den Weg nach Hause begeben.
 
„Lieber Teufel“, sprach Jack. „Der Weg hierher war so finster, bitte überlasse mir ein wenig Feuer, damit ich auf dem Weg nach Oben etwas sehen kann.“ Der Teufel hatte blendende Laune und daher erfüllte er die Bitte des Jungen. Er schnippte mit dem Finger und ein kleines Irrlicht erschien. Es war eine Flamme, die vor Jack in der Luft schwebte. „Bitte sehr.“, sagte der Teufel und schloss die Höllenpforte hinter sich, bevor Jack „Danke“ sagen konnte.
 
Das kleine Irrlicht flackerte im Wind und drohte zu erlöschen. Es fürchtete sich, wollte nicht ausgehen, kaum dass es entzündet worden war und bat Jack um Hilfe. Die wollte der Junge gerne leisten und Jack hatte eine Idee. Schnell nahm er den Kürbis und ein kleines Messer aus seiner Tasche. Mit dem Messer ritzte er Augen, Nase und Mund in den Kürbis hinein und in den Öffnungen des Kürbisgesichtes fand das kleine Irrlicht ein sicheres Zuhause. Dankbar machte es sich im Kürbis bequem und leuchtete aus ihm heraus. Nun musste das Irrlicht den Wind nicht mehr fürchten und aus dem Kürbis war eine Laterne geworden.
 
Die Kürbislaterne leuchtete Jack auf dem Weg nach oben. Jack staunte, als er das Erdreich betrachtete und dessen Metalle, die darin verborgen waren. Dann entdeckte er Wurzeln von Pflanzen, die sich tief in die Erde ausgebreitet hatten und schließlich erreichte Jack die Oberfläche.
 
Jack setzte sich müde unter den riesigen Apfelbaum. Ach, war es gemütlich, sich an den mächtigen Stamm des Baumes zu lehnen und sich auszuruhen. Das Irrlicht flackerte freudig aufgeregt neben Jack. Nie hatte es sich vorgestellt, wie schön die Erde und das Leben auf ihr doch waren.
 
Jack sah zu den Wipfeln des Apfelbaumes auf. Er sah einen prächtigen Apfel an einem kleinen Zweig baumeln. Im Wind wiegte sich der Zweig und brach. Der Apfel fiel zu Boden und kam neben Jack zum liegen. Der Junge griff nach dem Apfel, wollte schon hinein beißen, doch dann überlegte er es sich besser.
 
Jack trug den Apfel zur der Öffnung im Boden. „Danke für das Licht.“, sprach der Junge und warf die Frucht hinab. „Lass dir den Apfel schmecken, Teufel!“, rief Jack ihm hinterher. Und als wollte der Teufel Jack antworten, begann die Erde zu zittern und die Öffnung im Boden, die zur Hölle führte, schloss sich, kaum dass der Apfel darin verschwunden war.
 
Jack erwachte in seinem Bett. Das Fieber war fort und auch die Bauchschmerzen waren verschwunden. „War das ein wilder Traum.“, sprach der Junge und erinnerte sich an das Abenteuer mit dem Teufel. Doch Jack irrte sich. Es war kein Traum gewesen, denn auf dem Nachttisch neben Jacks Bett stand der Kürbis mit dem Irrlicht darin. Hell leuchtete das Licht durch die Augen, die Nase und den Mund der Laterne.
 
Das Irrlicht und der Junge waren Freunde geworden und seit diesem Tage hat man sie jedes Jahr am 31ten Oktober gesehen, wie sie zusammen in der Halloweennacht in der Dunkelheit spazieren gingen.
 
Jack ist noch immer ein frecher Junge und oft klopft er in dieser Nacht an die Türen der Häuser und ruft den Menschen zu: „Süßes oder Saures!“ Meist schenken die Bewohner der Häuser Jack dann Süßigkeiten, denn sie wissen, dass alle Kinder geizigen Leuten in der Halloweennacht einen Streich spielen dürfen, wenn diese den Kindern keine Süßigkeiten schenken.
 
Und an jeder Haustür bedankt sich Jack artig für die Gaben. Dann ziehen er und das Irrlicht zusammen weiter, bis die Nacht zu Ende ist und ein neues Jahr beginnt.
 
Und so endet meine Geschichte über Jack O’ Lantern, den Jungen, der Halloween erfand.
 
Wir Wikinger sind stolze Krieger, gewaltige Kämpfer und gefürchtete Räuber. Auch tüchtige Händler sind wir, begabte Dichter, geschickte Handwerker und mutige Entdecker. Aber vor allem sind wir die besten Seefahrer und Schiffsbauer, die es gibt.
 
Mein Papa heißt Erik der Rote. Papa ist der größte Raufbold von allen. Sein Haar ist rot, sein Bart ist rot und wenn er sauer ist, sieht Papa rot. Papa hat ein riesiges Schwert, einen Schild und eine Axt. Er ist ein großer Krieger und trägt einen Helm aus Leder. Der Helm hat einen Schutz für die Augen und die Nase. Hörner hat er nicht. Helme mit Hörnern werden im Kampf nicht getragen. Wir setzten sie nur auf, um unserem Gott Odin zu verehren.
 
Papa ist unter den Wikingern gefürchtet. Er ist der Stärkste und weicht keinem Kampf aus. Als Papa einen Wikinger verprügelt, muss er die Heimat der Wikinger verlassen. Die heißt Norwegen und ist ein Land, in dem es viel regnet und es kalte und lange Winter gibt.
 
In seinem Drachenschiff segelt Papa davon. Zur Wikingerinsel Island geht die Reise. Auch dort ist das Wetter oft regnerisch und kalt. Auf Island wurde ich geboren. Ich heiße Leif Eriksson.
 
Wenn ich groß bin, will ich viele Abenteuer erleben. Ich werde die Meere bereisen, fremde Länder und fremde Menschen kennen lernen. Davon träume ich jede Nacht. In meinen Träumen bin ich ein großer Wikingerheld.
 
So oft ich nur kann, höre ich den zur See fahrenden Wikingern zu. Sie erzählen mir gern und oft von ihren Reisen über das Meer. Ich höre Geschichten von Stürmen und riesigen Wellen, auf denen Wikingerschiffe reiten. Die Wellen sind so groß, dass die Schiffe klein wie eine Nussschalen wirken. Man muss gut aufpassen, dass Sturm und Wellen das Schiff nicht zerbrechen oder umkippen.
 
Ich lerne alles, was ich über Schiffsbau lernen kann. Wikingerschiffe nennt man Drachenschiffe, weil beide Enden des Schiffes wie Drachenköpfe geformt sind. Die Schiffe werden aus großen Eichen gebaut, weil Eichenbäume sehr gerade sind und hoch wachsen. Aus dem Stamm einer hoch gewachsenen Eiche kann man den Kiel eines ganzen Schiffes bauen.
 
Es gibt breite und schmale Drachenschiffe, je nachdem ob wir zum Handel oder zum Kampf das Meer befahren. In allen Größen gibt es unsere Schiffe, doch alle Schiffe haben einen Mast mit einem großen Segel daran. Der Wind bläst in das Segel und treibt das Schiff so über das Meer. Doch auch wenn kein Wind weht, sind unsere Schiffe schnell und wendig, denn jedes Drachenschiff hat auch Ruder. Ob mit Segel oder Ruder, niemand kann ein Drachenschiff auf dem Meer einholen. Ungefähr achtzehn Kilometer kann ein Drachenschiff in einer Stunde zurücklegen. Das ist sehr schnell, wenn man bedenkt, dass wir erst das Jahr 1000 schreiben.
 
Erneut verprügelt Papa einen Wikinger und wieder wird Papa bestraft. Drei Jahre lang, muss er Island verlassen. Ich finde es nicht richtig, dass Papa so unbeherrscht ist. Es ist dumm, wenn Menschen sich schlagen, um ihre Probleme zu lösen.
 
Doch etwas Gutes hat Papas Verbannung. Ich werde mein erstes Abenteuer auf See erleben, denn Papa hat eine Idee. Er will ein neues Land entdecken. Zu reisen und ferne Länder zu erkunden, das gefällt ihm und auch mir. Endlich wird mein Traum wahr und wir stechen in See. Glücklich und stolz stehe ich am Bug unseres Schiffes.
 
Auf See ist Papa wie ausgewechselt. Er hat gute Laune, genießt den Wind und die Wellen. Papa sieht ein, dass es dumm ist, sich zu prügeln. Er verspricht mir, sich zu bessern und ich bin sehr froh darüber.
 
Papa zeigt mir alles, was ein guter Wikinger-Seemann können muss. Am Tag beobachten wir den Lauf der Sonne. Sie zeigt uns, in welche Richtung wir segeln. In der Nacht suchen unsere Augen den Polarstern am Himmel. Wir schätzen den Winkel, den das Schiff zum Stern einnimmt und bestimmen dadurch unsere Position. So wissen wir immer genau wo wir hinfahren.
 
Papa sucht eine unbekannte Küste, über die es eine Legende gibt. Wir finden die Insel. Sie ist unbewohnt und niemand war je dort. Papa nennt sie Grönland. Wir bauen ein Haus und bleiben drei Jahre dort, bis Papa wieder nach Island zurückkehren darf. Ich bleibe auf der Insel, während Papa in Island berichtet, wie schön Grönland ist. Mit vierzehn Schiffen voller Männer, Frauen und Kinder kehrt Papa nach Grönland zurück. Die Leute siedeln sich an und wollen hier leben. Bjarni ist unter den Siedlern. Er ist ein weit gereister Seefahrer und wird mein Freund. Bjarni erzählt mir eine abenteuerliche Geschichte.
 
Bjarni hatte Kurs auf Grönland gesetzt. Der Polarstern hat ihm die Richtung gezeigt. Dann zogen Nebel und Wolken auf. Bjarni verirrte sich und entdeckte eine riesige und fremde Küste. Erst Tage später klarte das Wetter wieder auf und Bjarni konnte anhand der Sterne seine Position bestimmen. Er verließ die unbekannte Küste ohne an Land zu gehen und setzte Kurs auf Grönland.
 
Die fremde Küste lässt mir keine Ruhe. In der Nacht träume ich davon, wie ich aus meinem Drachenschiff steige und als erster Mensch das Land betrete. Als ich erwache, beschließe ich loszusegeln. Ich suche mir eine Mannschaft und ein Schiff. Mit Frauen, Kindern und Nahrungsvorräten stechen wir in See. Wir wollen die geheimnisvolle Küste finden und uns dort niederlassen.
 
Nur kurz dauert unsere Fahrt, da entdecke ich eine unbekannte Insel. Es ist nicht die Küste, die ich suche. Die Insel ist voller Steine und Geröll. Meine Mannschaft und ich segeln weiter, bis wir eine zweite Insel am Horizont erkennen. Sie ist bewaldet, doch auch diese Insel ist nicht das Ziel unserer Reise. Wir  ziehen vorüber.
 
Der Wind füllt unsere Segel. Wir messen unsere Geschwindigkeit, indem wir ein Holzstück über den Bug des Schiffes werfen und die Zeit messen, die das Schiff benötigt, um an dem auf der Welle tanzenden Holz vorbei zu segeln. Schnell kommen wir voran. Unsere Reise steht unter einem guten Stern und alle an Bord sind zufrieden.
 
Plötzlich ändert sich das Wetter. Sturm und Regen peitschen die Wellen auf. Meine Mannschaft holt das Segel ein, bevor der Sturm es zerreißt. Ruder brechen, als wir versuchen das Schiff vor dem Kentern zu bewahren. Wir alle haben Angst, doch wir haben auch Glück. Das Schiff hält dem Sturm stand und wir überleben.
 
Ich juble, als der Sturm sich legt. Das Meer ist ruhig und der Wind still. Ich ordne an, dass die zerbrochenen Ruder ersetzt. werden. Meine Mannschaft legt sich in die Riemen, wie wir Seeleute sagen, wenn wir hart rudern müssen. Tage ohne Wind erschöpfen unsere Kraft. Doch es kommt noch schlimmer. Unser Trinkwasser wird knapp. Die Lederschläuche sind fast leer. Auch Bier, Sauermilch und getrocknetes und gesalzenes Fleisch sind fast aufgebraucht. Ich beschließe, dass wir unsere Nahrung einteilen müssen, bis wir Land erreichen. Hungrig legen wir uns in der Nacht in unsere Schlafsäcke aus Fell. Mein Magen knurrt.
 
Am nächsten Morgen erwache ich als erster und mein Jubel weckt Mannschaft und Siedler auf. Wolken sind über dem Meer zu sehen. Wolken sind ein sicherer Hinweis auf Land in der Nähe. Mit letzter Kraft rudern wir auf sie zu. Als wir den Wolken näher kommen, entdecken wir Vögel. Nun gibt es keinen Zweifel mehr, vor uns muss eine Küste liegen. Wir rudern weiter. Das Wasser wird flacher und schließlich erreichen wir einen Sandstrand. Ich springe von Bord und schiebe mit meiner Mannschaft das Drachenschiff an Land.
 
Es ist warm hier, ganz anders als auf Grönland und Island. Hier wächst wilder Wein, Beeren und Weizen und so nenne ich das neu entdeckte Land „Weinland“. Es ist ein schönes Land und wir beginnen mit dem Bau von Häusern. Unsere Anwesenheit lockt Besucher an. Es sind Indianer. Ihre Haut ist dunkler und rötlicher als unsere. Ihr Haar ist schwarz und lang. Obwohl sie so anders aussehen, sind sie uns doch ähnlich. Wir werden Freunde und Nachbarn.  
 
Es dauert nicht lange, bis der erste Weiße in der neuen Welt geboren wird. Es ist ein Junge und er heißt Snorri.
 
Heute wird Weinland Neufundland genannt. Es ist eine Insel, die zu Kanada gehört. Leif Eriksson war damit der erste Europäer, der im Jahr 1000 seinen Fuß auf nordamerikanischen Boden setzte. Christopher Columbus sollte ihm fast 500 Jahre später, im Jahr 1492, nachfolgen.  
 
„Du Teufelchen!“ ruft meine Mama und sieht mich böse an. Ich bin natürlich unschuldig. Das sage ich auch Mama, doch sie glaubt mir nicht. Mama ist sauer. „Was ist den los?“ fragt Papa. „Nix ist los“, antworte ich und lächle so lieb ich kann. Papa glaubt mir nicht und Mama petzt, dass ich einen Holzklotz nach ihr geworfen habe. „Ich bin unschuldig“, wiederhole ich trotzig, während mich Papa in die Luft hebt und durchs Zimmer trägt.
 
Mein Hintern landet auf einem alten Holzstuhl. Es ist der Stille Stuhl. Der Stille Stuhl ist ein ganz besonderes Möbel. Da muss man ruhig sitzen, wenn man böse ist. Fünf lange Minuten lang. Strafe sagt Papa dazu. Pause nennt es Mama. Ich halte es für eine Gemeinheit. Ich kann nicht still sitzen und fünf Minuten schon gar nicht. Papa versucht mich aufzumuntern. Wenn ich meine Strafe absitze, sind wir alle wieder Freunde. Ich versuche es. Es klappt nicht. Meine Beine beginnen von allein zu schaukeln. Vor und zurück. Zurück und vor. Der Stille Stuhl beginnt zu wackeln und kippt um. Bumm. Mama sieht wütend auf das Loch im Holzboden, das der Stuhl geschlagen hat. „Du Teufelchen!“ ruft Mama.
 
„Wer ruft mich?“ Ein kleiner Teufel fliegt am Fenster vorbei. Neugierig sieht er in die Wohnung hinein und klettert durchs offene Fenster.
 
„Ein maskierter Einbrecher!“ rufe ich laut und zeige mit dem Finger. Meine Eltern kucken nicht hin. Sie glauben mir nicht und sind damit beschäftigt, den Stillen Stuhl wieder hinzustellen und mich darauf zu setzen. Ich laufe davon.
 
„Du Teufelchen!“ sagt Mama. „Ja, was liegt an?“ höre ich den kleinen Teufel sagen. Er sitzt auf dem Sofa, isst meine Gummibärchen und sieht uns zu. Er winkt mir und zwinkert lustig mit den Augen. „Lass sofort meine Gummibärchen in Ruhe!“ rufe ich. Er hört nicht auf mich. Das macht mich sauer und ich drohe mit dem Stillen Stuhl. Doch der ist besetzt. Ich sitze darauf.
 
„Du Teufelchen! rufe ich wütend. Der kleine Teufel schiebt genüsslich ein rotes Gummibärchen in seinen Mund. „Ruhig sitzen bleiben“, höre ich Mama sagen. Ich will aber nicht. Meine Beine beginnen zu schaukeln. Vor und zurück. Zurück und vor. Mein Zeh berührt dabei ein Spielzeugauto und setzt es in Bewegung. Das Auto fährt los und boxt gegen den Esstisch. Ein Glas mit Saft beginnt auf dem Tisch zu wackeln und fällt um. Bumm.
 
Der kleine Teufel sitzt nass auf dem Sofa. Der Saft hat sich über ihn, die Sitzecke und den Teppich  ergossen.
„Du Teufelchen!“ höre ich den Teufel rufen.
„Du Teufelchen!“ höre ich  Mama rufen.
 
„Fünf Minuten!“ sagt Papa zu mir. Er sieht auf die Uhr. Ich beginne zu zählen „1 – 2 – 3 – 4 - 5. Die Zeit ist um!“ rufe ich und hüpfe vom Stuhl. Schnell bringe ich meine Gummibärchen in Sicherheit.
 
Der kleine Teufel folgt mir. So einen bösen Jungen wie mich hat er noch nie gesehen, erzählt er mir. „Das muss belohnt werden“ verkündet er und flüstert einen Zauberspruch.
 
„Junge klein, stets böse sein, zwei Hörner sind für immer dein!“ Und siehe da, zwei echte Teufelshörner befinden sich auf meinem Kopf. Im Spiegel kann ich sie deutlich sehen. Scheußlich wie eine Ziege sehe ich damit aus.
 
Tränen fließen aus meinen Augen. Schluchzen dringt aus meinem Mund. „Bitte zaubere sie wieder weg!“ flehe ich den kleinen Teufel an. Doch der schüttelt den Kopf. „Ein Teufelchen muss wie ein Teufelchen aussehen, Basta.“ Und damit ist klar, die Hörner bleiben dran.
 
Ich renne zu Mama und zu Papa. Die fordern mich auf, die Hörner abzumachen, halten das für einen verfrühten Faschingsscherz. Doch als sie meine Tränen sehen und an meinen Hörnern rütteln, beginnen sie an die Echtheit meines Kopfschmucks zu glauben. Schluchzend und schniefend erzähle ich ihnen vom kleinen Teufel in unserem Wohnzimmer. Aber: meine Eltern können ihn nicht sehen. Ich schwöre, die Wahrheit zu sagen und weil meine Eltern keine andere Erklärung für die Hörner an meinem Kopf haben, glauben sie mir.
 
Ich bitte um Hilfe und verspreche, für immer ein lieber Junge zu sein.
 
Ratlos setzte ich mich auf den Stillen Stuhl um nachzudenken. 1-2-3-4-5 lange Minuten bleibe ich dort sitzen, doch eine Lösung fällt mir keine ein.
 
„Hmm. Waren die Hörner nicht gerade ein Stück länger?“ Mama sieht nachdenklich auf meinen Kopf. „Stimmt“ sagt Papa. „Das muss was mit dem Stillen Stuhl zu tun haben.“, glaubt Mama. Und Mama hat Recht. Weil ich brav meine Strafe von vorhin auf dem Stillen Stuhl abgesessen habe, sind meine Hörner geschrumpft.
 
„Ich hab die Lösung!“ rufe ich laut. „Wenn ich ab jetzt lieb bin, gehen die Hörner wieder weg.“ Und sofort schreite ich zur Tat. Ich helfe Mama, die Saftflecken aus dem Sofa und vom Teppich zu entfernen. Kaum ist es geschafft, helfe ich Papa das Loch im Holzboden zuzuspachteln. Danach räume ich die Holzklötze aus dem Wohnzimmer in mein Zimmer. Und dann, dann sehe ich in den Spiegel.
 
„Juhu!“ rufe ich, denn die Hörner sind ein ganzes Stück kleiner geworden. Schnell fülle ich den Geschirrspüler, dann putze ich ausnahmsweise meine Zähne vor dem Schlafen und gehe ins Bett.  Meine Teufelshörner bohren zwei Löcher in mein Kissen. „Tut mir leid. Ehrlich.“
 
„Ist er nicht lieb?“ höre ich Papa flüstern. „Mein kleines Teufelchen“ antwortet Mama liebevoll und verbessert sich sofort. „Mein kleines Engelchen, natürlich.“
 
„Nein! Nein! Nein!“ schreit der kleine Teufel. „Er ist nicht lieb. Er ist wie ich und wir Teufel müssen böse sein! Ganz verzweifelt steht der kleine Teufel vor meinem Bett. Ich zwinkere ihm lustig mit den Augen zu und wünsche eine gute Nacht. Am nächsten Morgen sind die Hörner nur noch halb so groß.
 
Tisch decken, Frühstück machen, Geschirrspüler ausräumen. Staubsaugen. Fertig. Die Hörner sind nur noch kleine spitze Stummel. „Hölle hilf!“ ruft der kleine Teufel ratlos, als er die geschrumpften Hörner sieht.
 
Plötzlich klingelt es an der Haustür und Papa öffnet vorsichtig. Ein Freund von mir ist zum Spielen gekommen. Ich greife nach einer Wollmütze von Papa und schneide zwei Löcher hinein. Die Mütze ziehe ich über den Kopf und die Löcher über die Hörner „Guck mal, ich habe mir einen Wikingerhelm gebastelt.“, rufe ich meinem Freund zu und wir beginnen Wikinger zu spielen.
 
„Puh! Glück gehabt.“, sagen Mama und Papa. Sie sind stolz, auf meinen tollen Einfall.
„Puh! Glück gehabt.“, murmelt der kleine Teufel und schnell merke ich warum. Eine Mütze zu zerschneiden ist etwas Verbotenes und böse Taten lassen die Hörner wieder wachsen. Sie wackeln nach rechts, dann nach links, dann wieder nach rechts. Und mit jedem Wackeln werden die Hörner ein Stückchen länger.
 
Am Abend geht mein Freund nach Hause. Ich ziehe die Mütze ab und weine los, als ich die hochgeschossenen Hörner auf meinem Kopf erblicke. Mama umarmt mich tröstend und Papa hat eine Idee. Er verlässt das Zimmer und kehrt mit einer Säge wieder.
 
„Wir sind eine Familie und eine Familie muss zusammenhalten.“ sagt Papa und sägt los. Ritsch Ratsch und das erste Horn fällt zu Boden, Ritsch Ratsch und das Zweite folgt sogleich. Gut sehe ich aus, doch dann beginnt der kleine Teufel wieder zu zaubern.
 
Doch als der kleine Teufel seinen Zauberspruch aufsagen will, muss er niesen und alles geht schief.
 
„Teufel – Hatschi – Hut – Hatschi - gut.“
 
Und es macht Puff und ein großer, lächerlicher Hut sitzt fest auf dem Kopf des kleinen Teufels. Er hat ihn sich beim Niesen dort hin gezaubert.
 
Sofort beginnt der kleine Teufel von vorne.
 
„Teufel gut, sei auf der Hut, die Hörner stehen dir gut.“
 
So heißt der Zauberspruch, den sich der kleine Teufel ausgedacht hat und nochmals pufft es und die Hörner sind wieder da.
 
Der kleine Teufel zieht und zerrt, doch der gezauberte Hut lässt sich nicht abstreifen. Wie festgeklebt sitzt er auf dem Kopf fest. Und als wäre das nicht schlimm genug, ist der Hut nicht unsichtbar wie der kleine Teufel, sondern für alle im Zimmer zu sehen. „Oh, ein fliegender Hut.“ sagt Mama und Papa packt den Hut mitsamt dem unsichtbaren Teufel daran.
 
Ich renne in die Küche und hole eine Packung Mehl. Das Mehl kippe ich über dem kleinen Teufel aus. Es bedeckt seinen Körper und macht ihn sichtbar.
 
„Oh, ein Mehlteufel.“ sagt Papa und fesselt den kleinen Teufel mit einem Wollschal an den Stillen Stuhl. Sofort beginnt der kleine Teufel zu zählen. „1-2-3-4-5. Die Zeit ist um. Lasst mich wieder frei!“ Mama, Papa und ich schütteln den Kopf. „Du bleibst solange sitzen, bis du lieb bist und die Hörner meines Sohnes wegzauberst.“ Papas Stimme ist streng und duldet keinen Widerspruch.
 
„Nein.“ antwortet der kleine Teufel. „Die Hörner waren ein Geschenk und es gehört sich nicht, ein Geschenk zurück zu nehmen.“ Ich beginne zu schluchzen. „Ich wollte kein Geschenk von dir.“, schniefe ich. „Ich will diese Hörner nicht. Ich brauche sie auch nicht, denn ich bin jetzt ein lieber Junge!“
 
Der kleine Teufel weiss nicht so recht was tun und so schlage ich ihm einen Handel vor. Wenn er die Hörner wegzaubert, werde ich ihm den Stillen Stuhl schenken. „Wozu?“, will er wissen und ich erkläre es ihm. Immer wenn ein Teufel in der Hölle nicht böse ist, muss er fünf Minuten zur Strafe auf dem Stillen Stuhl sitzen. „Tolle Sache.“ sagt der kleine Teufel und stimmt dem Handel zu.
 
Dann beginnt er zu zaubern. „Junge lieb, nun ohne Zweck, die Hörner müssen weg.“ Sofort wackeln sie nach rechts, dann nach links, dann wieder nach rechts. Und mit jedem Wackeln werden die Hörner etwas kürzer, bis sie schließlich gänzlich verschwunden sind.  
 
„Juhu!“, rufe ich und tanze aus Freude durch die Wohnung, während Papa den kleinen Teufel losbindet. Der klemmt sich den Stuhl unter den Arm und fliegt mit Möbel und Hut aus dem Fenster hinaus.
 
„Juhu!“ rufe ich noch immer und tanze aus Freude durch das Wohnzimmer. Leider streife ich eine Vase im Regal. Sie stürzt zu Boden und zerbricht in tausend Scherben.
 
„Du Teufelchen!“ ruft Mama und Papa geht in den Keller, um einen neuen Stillen Stuhl zu holen.
 
Lange, lange ist es her. Tief im Mittelalter war es, da lebte ein König in England und der hieß Uther Pendragon. Uther hatte einen Sohn, den er Artus genannt hatte. Doch Artus verschwand. Der Zauberer Merlin hatte Baby Artus fortgezaubert, um dem Säugling alles beizubringen, was ein weiser und gütiger König wissen musste. Fünfzehn Jahre dauerte die Lehre, dann war es so weit. England brauchte einen neuen König.
 
Doch Artus war von allen Menschen im Königreich vergessen worden. Uns so wunderte es niemanden, dass ein jeder König von England werden wollte.
 
„Ich bin am Besten geeignet!“, schrie ein Ritter.
„Stimmt ja gar nicht, ich bin es!“, rief ein Anderer.
„Ihr habt ja keine Ahnung, nur ich kann der neue König sein!“, brüllte ein Dritter. Und so stritten sich die Männer in ihren eisernen Rüstungen, wer denn nun der neue König werden sollte.
 
Da geschah etwas Seltsames. Vor einer großen Kirche erschien Merlin, der Zauberer. Aus dem Nebel Londons hexte er sich hervor und die Ritter staunten nicht schlecht.
 
„Wer ist der Kerl?“, knurrte der Erste.
„Wo kommt denn der alte Zausel her?“, brummte der Zweite.
„Der muss dringend mal zum Frisör. Seht euch bloß den langen Zottelbart an!“, grölte der dritte Ritter in seiner Eisenrüstung.
 
Die Ritter lachten, doch sie lachten nicht lange. Merlin hob seinen Zauberstaub in die Luft und grummelte einen Zauberspruch in seinen langen, weißen Bart. Und „Wusch“, plötzlich stand ein Marmorblock vor der Kirche. Auf dem mächtigen Stein erhob sich ein großer Amboss und in dem Amboss steckte ein riesiges, hell leuchtendes Schwert.
 
„Mann oh Mann, was für ein Schwert!“, staunte der erste Ritter.
„Tolle Klinge, die will ich haben.“, übertönte ihn der Zweite.
„Kommt nicht in die Tüte. Das Schwert gehört mir!“, brüllte der dritte Ritter.
Doch Merlin sagte nur: „Paperlapap!“
„Paperlawas?“ fragten die drei Ritter und Merlin erklärte es ihnen. „Wer das Schwert Excalibur aus dem Amboss ziehen kann, der wird der neue König von England!“
 
„Kleinigkeit!“, rief der erste Ritter und trat vor. Seine Hände umklammerten den Griff des Schwertes. Er zog und zog, doch die Klinge bewegte sich nicht.
„Nichts leichter als das!“, behauptete der Zweite. Auch er packte das Schwert. Er rüttelte und rüttelte daran, doch das Schwert blieb fest im Eisen stecken.
„Aus der Bahn!“, rief der dritte Ritter und schubste erst den Ersten aus dem Weg, dann den Zweiten. Schließlich packte er mit beiden Händen das Schwert Excalibur. Der Ritter zog und zog und rüttelte und rüttelte, doch nichts passierte.
 
Wirklich nichts? Nun ja, nichts, außer das der Kopf des Ritters rot vor Anstrengung wurde.
 
Da trat der Junge Artus aus dem Nebel hervor. Er sprang auf den Marmorblock, umfasste mit einer Hand das Schwert und zog es mit Leichtigkeit aus dem eisernen Amboss. Wie ein König reckte Artus das Schwert Excalibur in die Luft.
 
„Betrug!“, murmelte der erste Ritter.
„Der Kleine hat geschummelt!“, beschwerte sich der Zweite.
„Scharlatan!“, schimpfte der dritte Ritter, denn er wäre so gerne König geworden.
 
Und wie ein Mann zogen die drei Kerle in ihren Eisenrüstungen die Schwerter. Mit Gebrüll stürmten sie auf Artus zu. Doch der Junge lächelte nur und verhaute mit seinem neuen Schwert die drei Raufbolde.
„Bravo!“, sagte Merlin.
„Danke!“ antwortete Artus und steckte das Schwert zurück in den Amboss.
 
Die drei Ritter jedoch knieten vor Artus nieder und schworen ihm als König die Treue. Merlin lächelte. Er schnippte mit dem Finger und der Marmorstein verschwand.
„Oh!“, flüsterte der erste Ritter erstaunt über den Zaubertrick.
Und noch einmal ließ Merlin die Finger schnalzen und auch der Amboss löste sich in Luft auf.
„Toll!“, staunte der zweite Ritter.
Merlin lächelte und in Gedanken schnippte er erneut.
Excalibur verschwand.
„Oh, eine Panne.“, murmelte der dritte Ritter, als das Schwert verschwunden war. Artus und Merlin nickten mit dem Kopf.
 
„Macht nix, kommt mit.“, rief Merlin. Artus und die drei Ritter folgten dem Zauberer zu einem großen See. Blau schimmerte das Wasser und Merlin grummelte einen Zauberspruch in seinen langen weißen Bart.
 
Und „Wusch“, plötzlich erhob sich das Schwert Excalibur aus dem See. Eine Hand hielt die Klinge. Die Hand gehörte Nimue, einer Dame, die im See wohnte und die gleich mit dem Schwert auftauchte. Nimue gab Artus das Zauberschwert. „Es schneidet Metall wie Butter.“, so sagte sie ihm. Sogleich gab Nimue Artus noch eine Scheide, die den jungen König unverwundbar machen würde und in die Artus das scharfe Schwert stecken sollte, damit er sich nicht damit verletze.
 
Artus, Merlin und die drei Ritter zogen zusammen ins Königschloss nach Camelot. Dort sammelten sie um einen runden Tisch noch weitere Ritter, die Artus dienen wollten.
 
Der junge König Artus versprach all seinen Rittern und allen Menschen in England, ihnen ein guter König zu sein. Und wisst ihr was? Artus hat Wort gehalten
 
„Ich will aber nicht schlafen!“, Kein bisschen müde sah der kleine Zottelwolf seinen Papa an.
„Oh je!“, sagte der grosse Zottelwolf erstaunt und ahnte schon, was sein Wolfsjunge wollte.
„Schlafen ist blöd. Ich will in den Wald!“, rief der kleine Zottelwolf.
„Oh je! Oh je!“, antwortet der grosse Zottelwolf. „In den Wald willst du also.“, Er hatte es geahnt. „Und was sollen wir da? Schlafen vielleicht?“,
„Nein, spielen!“, rief der kleine Zottelwolf und schon griff er nach seinem Dreirad und setzte sich darauf.
„Um die Uhrzeit? Weißt du wie spät es ist?“, rief der große Wolf und sah auf die Uhr.
„Und du fährst auf dem Bobby Car, Papa.“, sagte der kleine Zottelwolf zu seinem Vater, ohne seine Frage zu beantworten.
Der grosse Zottelwolf sah sich das Bobby Car ganz genau an. Er nahm es in die Hand, drehte es in die eine Richtung, dann in die andere. Er prüfte den Lenker mit seinen großen Tatzen. Dann drehte er an den vier kleinen Rädern und schließlich versuchte er sich auf den Sitz des Bobby Cars zu setzen.
„Hm.“, brummte der große Zottelwolf. „Passt nicht.“,
Der große Zottelwolf sah nachdenklich seinen dicken Hintern an, dann betrachtete er den kleinen Sitz.
„Hm.“, brummelte er erneut. „Der Sitz ist viel zu klein.“,
„Stimmt nicht!“, antwortete der kleine Zottelwolf. „Dein Popo ist viel zu dick.“,
„Ich bin nicht dick!“, brummte der große Zottelwolf. „Kein bisschen dick bin ich und mein Popo auch nicht. Ich bin groß und stark. Genau so, wie ein richtiger Wolf sein muss. Jawohl.“,
„Wenn du so stark bist, dann kannst du ja laufen und ich fahre.“, antwortete der kleine Zottelwolf. Doch der große Zottelwolf hatte keine Lust zum Laufen. Er war ein großer, starker aber auch ein fauler Wolf.
„Ich bin aber so müde. Ich will nicht laufen.“, Der große Zottelwolf gähnte laut und lang.
„Paperlapap.“, sagte der kleine Zottelwolf.
„Papawas?“, Der große Wolf verstand nur Bahnhof.
„Paperlapap.“, wiederholte der kleine Zottelwolf.
„Papawer?“, wollte der Papawolf wissen. „Den kenn ich nicht. Wer soll das sein?“, Der kleine Zottelwolf verdrehte die Augen. Sein Papa hatte keine Ahnung.
„Ach Papa, jetzt komm schon. Die frische Luft ist so gesund.“,
„Wer sagt das?“, wollte der große Zottelwolf wissen.
„Du sagst das immer Papa.“, antwortete der kleine Wolf.
„Ach so… ja… na gut… wenn ich das sage, … na, dann wird das wohl stimmen. Oder?“, Nachdenklich kratze sich der große Zottelwolf mit einer Kralle seiner Tatze am Kopf.
„Genau“,. Der kleine Zottelwolf nickte und fuhr davon.
„Halt! Warte auf mich.“, rief der große Zottelwolf und rannte hinterher.
Schnell erreichten Papa und Sohn den Wald. Große und kleine Tannenbäume standen da. Fröhlich fuhr der kleine Zottelwolf um die Bäume herum. Der große Zottelwolf kam kaum hinterher, so schnell fuhr der kleine Zottelwolf.
„Pause! Ich brauche eine Pause!“, rief der große Zottelwolf und blieb stehen.
Der kleine Zottelwolf trat auf die Bremse und sah zu seinem Papa. Er sah, wie sich der große Zottelwolf auf seinen dicken Hintern setzte, sich gemütlich an einen Baum lehnte und die Augen schließen wollte.
„Papa! Du kannst jetzt nicht schlafen!“, rief der kleine Zottelwolf.
Der große Zottelwolf öffnete erst das eine Auge, dann das andere.
„Warum nicht?“, wollte der große Zottelwolf wissen. „Das Moos ist weich und der Mond kommt auch gleich. Es ist höchste Eisenbahn.“,
Der kleine Zottelwolf lachte. „Höchste Eisenbahn. So ein Quatsch!“, „Komm weiter Papa!“, rief der kleine Zottelwolf und fuhr weiter.
Mürrisch stand der große Zottelwolf auf und rannte seinem Sohn hinterher. Rechts um eine Kiefer raste der kleine Zottelwolf auf seinem Dreirad. Dann folgte eine scharfe Linkskurve um eine Eiche. Als ein Eichhörnchen über den Waldweg rannte, machte der kleine Zottelwolf eine Vollbremsung. Danach ging es einen Erdhügel hinauf und wieder hinab. Und schließlich sauste der kleine Zottelwolf durch eine Pfütze hindurch, dass das Wasser nur so spritze. Es spritzte den großen Zottelwolf nass.
„Igitt! Wasser! Rief der große Zottelwolf und wischte sich mit seiner Tatze das nasse Gesicht. Der große Zottelwolf rümpfte seine Nase und schüttelte das Wasser aus dem Fell seiner Pfote, dass die Tropfen nur so durch den Wald flogen.
„Igittigitt!“, rief er laut und sah auf seine nasse Pfote.
„Aber Papa! Hände waschen ist doch wichtig!“, wusste der kleine Zottelwolf.„Wer sagt das?“, wollte der große Zottelwolf wissen.
„Du sagst das immer Papa.“, antwortete der kleine Zottelwolf.
„Ach so… ja… na gut… wenn ich das sage, … na, dann wird das wohl stimmen. Oder?“, Nachdenklich kratze sich der große Zottelwolf mit einer Kralle seiner Tatze am Kopf.
„Genau“,. Der kleine Zottelwolf nickte und fuhr davon.
„Halt! Warte auf mich“, rief der große Zottelwolf und rannte hinterher.
Der kleine Zottelwolf fuhr vorneweg, der große Zottelwolf rannte hinterher. Vorneweg - Hinterher.  Vorneweg – Hinterher. Vorneweg – Hinterher. Dann waren der kleine und der große Zottelwolf mitten im Wald angekommen. Der kleine Zottelwolf bremste.
„Hier will ich spielen!“, sagte er zu seinem Papa und begann mit den Krallen seiner Tatzen ein Loch zu graben. Das Loch wurde größer und größer und auf einmal sprang eine Maus aus dem Erdloch.
„Ruhe da oben!“, meckerte die Maus. „Ich will schlafen.“,
„Schlafen?“, fragte der kleine Zottelwolf erstaunt.
„Genau!“, antwortete die Maus.
„Genau!“, antwortete der große Zottelwolf und gähnte müde.
„Der Mond ist gleich da. Es ist höchste Eisenbahn.“, sagte die Maus.
„Genau!“, sagte der große Zottelwolf.
„Höchste Eisenbahn? So ein Quatsch!“, lachte der kleine Zottelwolf aber als er sah, wie sauer die Maus war, hörte er sofort mit Lachen auf. „Ok.“, sagte der kleine Zottelwolf. „Dann spiel ich halt woanders.“, Er stieg auf sein Dreirad und fuhr los.
„Halt! Warte auf mich!“, rief der große Zottelwolf und rannte hinterher. Mitten durch einen Busch raste der kleine Zottelwolf auf seinem Dreirad. Dann schanzte er über einen Erdhügel und flog mit dem Dreirad über einen Bach. Der kleine Zottelwolf lachte, als er am anderen Ufer landete und fuhr weiter. Lauter und lauter lachte der kleine Zottelwolf, so viel Spaß machte das Sausen auf dem Dreirad und dann fuhr er mitten durch ein Schlammloch.
Der Schlamm spritzte und landete im Gesicht des großen Zottelwolfs.
„Igitt! Dreck!“, rief der große Zottelwolf und wischte sich mit seiner Tatze den Schlamm aus seinem Gesicht. Der große Zottelwolf rümpfte seine Nase und schüttelte den Schlamm aus dem Fell seiner Pfote, dass die Tropfen nur so durch den Wald flogen.
„Igittigitt!“, rief er laut und sah auf seine schmutzige Pfote.
„Papa, du musst Hände waschen!“, riet ihm der kleine Zottelwolf und der große Zottelwolf nickte.
Der große Zottelwolf bückte sich, um sich im Bach die Hände zu waschen. Er bückte sich tief und tiefer und kippte um. Platsch. Der große Wolf fiel in den Bach, dass das Wasser nur so spritzte. Von oben bis unten war der große Zottelwolf nass. Nicht ein Haar seines Fells war trocken geblieben.
„Igittigittigitt! Wasser!“, rief der große Zottelwolf und wischte sich mit seiner nassen Pfote das feuchte Gesicht. Dann wackelte er mit seinem nassen Hintern, dass die Wassertropfen nur so durch die Luft flogen. Der kleine Zottelwolf kugelte sich vor Lachen.
„Aber Papa! Baden ist doch wichtig!“, rief er seinem Vater zu.
Wer sagt das?“, wollte der große Zottelwolf wissen.
„Du sagst das immer Papa.“, antwortete der kleine Zottelwolf.
„Ach so… ja… na gut… wenn ich das sage, … na, dann wird das wohl stimmen. Oder?“, Nachdenklich kratze sich der große Zottelwolf mit einer Kralle seiner nassen Tatze am Kopf.
„Genau“,. Der kleine Zottelwolf nickte und wollte davon fahren. Doch plötzlich saß ein Frosch vor dem kleinen Zottelwolf. Der Frosch war stinksauer.
„Ruhe!“, quakte der Frosch. „Ich will schlafen.“,
„Schlafen?“, fragte der kleine Zottelwolf erstaunt.
„Genau!“, antwortete der Frosch.  
„Genau!“, antwortete der nasse große Zottelwolf und gähnte müde.
„Der Mond ist gleich da. Es ist höchste Eisenbahn.“, sagte der Frosch.
„Genau!“, sagte der große Zottelwolf.
„Höchste Eisenbahn? So ein Quatsch!“, lachte der kleine Zottelwolf aber als er sah, wie sauer der Frosch war hörte er sofort mit Lachen auf.
„Ok.“, sagte der kleine Zottelwolf. „Dann spiel ich halt woanders.“, Er stieg auf sein Dreirad und fuhr los.
„Halt! Warte auf mich rief der große Zottelwolf und rannte hinterher.
Auf einem gefällten Baumstamm raste der kleine Zottelwolf mit seinem Dreirad entlang. Vorbei an einer Krippe mit Futter für die Rehe, dann unter einem Jägerstand hindurch, bis er auf einer Lichtung das Dreirad anhielt.
„Hier will ich spielen“, sagte der kleine Zottelwolf, stieg vom Dreirad ab und rieb sich das Fell am Holz des Jägerstands. „Ah, wie tut das gut!“, Der kleine Zottelwolf rieb sich erst den Rücken an der Baumrinde, dann den Hintern. Der Jägerstand wackelte und wackelte, als der kleine Zottelwolf sich dagegen drückte.
„Ruhe da unten!“, Eine Krähe schaute aus einem Loch im Holz des Hochsitzes. „Ich will schlafen.“,
„Schlafen?“, fragte der kleine Zottelwolf erstaunt.
„Genau!“, antwortete die Krähe.  
„Genau!“, antwortete der große Zottelwolf und gähnte müde.
„Der Mond ist gleich da. Es ist höchste Eisenbahn.“, sagte der Vogel.
„Genau!“, sagte der große Zottelwolf.
„Höchste Eisenbahn? So ein Quatsch!“, lachte der kleine Zottelwolf aber als er sah, wie sauer die Krähe war, hörte er sofort mit Lachen auf. „Ok.“, sagte der kleine Zottelwolf. „Dann spiel ich halt woanders.“, Er stieg auf sein Dreirad und fuhr los.
„Halt! Warte auf mich rief der große Zottelwolf und rannte hinterher.
Der kleine Zottelwolf fuhr über Zweige, die am Boden lagen. Dann gab er Gas und sauste den Waldweg entlang. Er machte eine Vollbremsung, als ein Eichhörnchen über den Waldweg rannte. Danach ging es weiter, einen Waldlehrpfad entlang. Dort bremste der kleine Zottelwolf und sah sich nach seinem Papa um.
Der große Zottelwolf war verschwunden.
„Papa, Wo bist du?“, rief der kleine Zottelwolf in den Wald. „Papa!“, rief er erneut und stand alleine auf einer Waldlichtung. „Oh je, Papa ist weg.“, sagte der kleine Zottelwolf traurig. „Jetzt bin ich ganz allein.“, Der kleine Zottelwolf wischte sich mit der Tatze eine Träne aus dem Auge.
„Niemand ist hier allein.“, Hörte der kleine Zottelwolf eine Stimme, die im vertraut vorkam. Er sah sich um und entdeckte die müde Maus. „Wenn ich schon nicht schlafen kann, kann ich dir auch helfen deinen Papa zu finden.“, piepste die Maus.
„Genau“, quakte der müde Frosch und hüpfte auf die Lichtung zu.
„Ganz meine Rede!“, rief die Krähe, gähnte, flatterte mit den Flügeln und landete neben dem kleinen Zottelwolf.
 
Wie froh war der kleine Zottelwolf die Tiere zu sehen. Wie froh war er, dass sie ihm helfen wollten. Sofort machten sich der kleine Zottelwolf, die Maus, der Frosch und die Krähe auf den Weg, um den großen Zottelwolf zu suchen. Maus und Frosch setzten sich auf den Lenker des Dreirads und der kleine Zottelwolf trat in die Pedale. Das Dreirad sauste schnell wie der Wind durch den Wald, während hoch in der Luft die Krähe flog und nach dem großen Zottelwolf Ausschau hielt.
Die Freunde suchten den ganzen Wald ab und plötzlich hörten sie ein Geräusch. Es war ein lautes Schnarchen, als ob ein großer Wolf schlafen würde.
„Das Geräusch kenn ich!“, rief der kleine Zottelwolf glücklich. „So kann nur einer schnarchen.“, Der kleine Zottelwolf raste auf seinem Dreirad dem Schnarchen entgegen und siehe da, da lag er, der große Zottelwolf. Mitten im Wald, mitten auf dem Moos war er eingeschlafen und so sehr sich der kleine Zottelwolf auch bemühte, er konnte seinen tief schlafenden Papa nicht wecken.
„Mann, macht der einen Krach!“, staunte die Maus.
„Wie eine Säge!“, bemerkte der Frosch.
„Fürchterlich, da wackeln einem ja die Ohren“, beklagte die Krähe.
 „Ja, das kann nur mein Papa!“, sagte der kleine Zottelwolf stolz.
 
Der kleine Zottelwolf, die Maus, der Frosch und die Krähe berieten, was zu tun sei. Sie überlegten, bis ihre Köpfe rauchten und dann hatten sie eine Idee. Aus Zweigen und Ästen wollten sie eine Bahre basteln und das taten sie auch. Sie suchten Holz im Wald und trugen es zum großen Zottelwolf. Sogleich banden sie das Holz mit Gräsern zusammen und schnell war die Bahre fertig.
Der kleine Zottelwolf, die Maus und die Krähe legten die Bahre neben den großen Zottelwolf und versuchten ihn darauf zu rollen. Sie schoben und schoben und ächzten und ächzten, doch der dicke große Zottelwolf war zu schwer. Sie gaben nicht auf und schließlich schafften sie es doch noch. „Schwupps“, rollte der große Zottelwolf auf die Bahre. Dort schlief er weiter, als wenn nichts geschehen wäre.
Mit Gräsern band der kleine Zottelwolf die Bahre an das Dreirad, dann saß er auf, trat kräftig in die Pedale und fuhr nach Hause. Auf dem Lenker saßen Maus und Frosch. Hinter ihnen schnarchte der große Zottelwolf und über ihnen folg die Krähe. Unter dem Jägerstand fuhren sie hindurch, vorbei an der Krippe mit Rehfutter, auf den gefällten Baumstämmen entlang, über den Waldlehrpfad, dann ging es weiter auf dem Waldweg, am Eichhörnchen vorbei, über Zweige, durchs Schlammloch, über den Bach, den Erdhügel hinab, durch den Busch, durch die Pfütze, Eiche und Kiefer wurden umkurvt, dann sausten sie um die vielen Tannenbäume herum.
Endlich konnte der kleine Zottelwolf sein Zuhause sehen. Er sauste mit Dreirad und Bahre in die Wolfshöhle und bremste. „Geschafft!“, Wie glücklich war der kleine Zottelwolf, wieder zu Hause zu sein. Müde stieg der Wolfsjunge vom Dreirad und mit der Hilfe von Maus, Frosch und Krähe gelang es, den laut schnarchenden großen Zottelwolf von der Bahre auf das Wolfsbett zu rollen. Der große Zottelwolf merkte von alledem nichts. Tief und fest schlief er weiter und schnarchte, dass die Wände wackelten.
Das Abenteuer im Wald hatte den kleinen Zottelwolf müde gemacht. Er gähnte und rieb sich die Augen. Auch die Maus, der Frosch und die Krähe konnten ihre Äuglein kaum noch offen halten und so kam es, dass sie mit dem kleinen Zottelwolf um die Wette gähnten. Ach, was waren sie alle müde. Die Fahrt mit dem dicken und schweren großen Zottelwolf auf der Bahre, hatte viel Kraft gekostet.
„Kraft bekommt man nur durch Essen und Schlafen.“, sagte der kleine Zottelwolf und schlief dabei fast ein.
Wer sagt das?“, wollten Maus, Frosch und Krähe wissen.
Der kleine Zottelwolf öffnete erst das eine Auge, dann das Zweite.
„Das sagt mein Papa immer.“, antwortete er und kratze sich nachdenklich mit einer Kralle seiner Tatze am Kopf.
„Dann lasst uns schlafen.“, sagte die Maus.
„Genau.“, antworteten der Frosch und die Krähe.
„Es ist höchste Eisenbahn“, sagte der kleine Zottelwolf. „Der Mond ist schon da.“,
Und tatsächlich. Hell schien der Mond durch ein Fenster der Wolfshöhle. Die Freunde nickten und machten es sich alle im Bett des kleinen Zottelwolfs bequem. Schnell schliefen sie ein und bemerkten nicht, dass der große Zottelwolf aufgehört hatte zu schnarchen.  
Der große Zottelwolf saß wach in seinem Bett. Er reckte sich und streckte sich „Ach, habe ich herrlich geschlafen!“, rief er laut. „Komm kleiner Zottelwolf! Lass uns in den Wald gehen und spielen.“.
Doch nur ein ganz leises Schnarchen antwortete dem Wolf. Und so kam es, dass der große Zottelwolf laut gähnte und wieder einschlief, denn große Zottelwölfe sind faule Zottelwölfe und faule Zottelwölfe sind müde Zottelwölfe. Er träumte von einem Abenteuer im Wald. Der kleine Zottelwolf, die Krähe, die Maus und der Frosch waren im Traum bei ihm. Fröhlich rannten sie alle durch den Wald. Die Sonne schien und keiner von ihnen war müde. Es war ein toller Traum.
 
Leseprobe:
Übermütig verhöhnte Napoleon die dummen Landeier, denen er es so richtig gezeigt hatte und begann einen wilden Pogo auf dem Kopf Tobis zu tanzen. Die Punkmaus bemerkte nicht, wie Tobi das Fenster öffnete, um frische Luft zu schnappen und plötzlich blies Fahrtwind ins Auto und brachte den wild tanzenden Napoleon aus dem Gleichgewicht. Heftig mit den Armen rudernd, kippte der rot bepelzte Mäuserich auf das offene Fenster zu. Napoleon kämpfte um sein Gleichgewicht und steuerte mit seinem, durch die Luft wirbelnden Schwanz nach links. „Hi Hi Hilfe!“, rief er, kippte zur Seite und stürzte aus dem Fenster. Napoleon überschlug sich in der Luft und Plumps! Bums! Aua! landete er hart mit dem Hintern auf der Straße.
„Halt! Stop! Brrr!“ brüllte Napoleon dem davon brausenden Gefährt nach, doch niemand hörte ihn. Sofort sprang der rote Mäuserich auf und rannte so schnell es seine kurzen Mäusebeine vermochten der Limousine hinterher. „Tobi! Warte auch mich! So warte doch! Toooobiiii!“ schrie Napoleon, dann war das Auto verschwunden und die rote Stadtmaus stand allein in der ihr unbekannten Natur.
Ängstlich sah sich der Mäuserich nach allen Seiten um. Dichte Wälder und riesige Wiesen umgaben ihn und irgendwo quakte bedrohlich ein Ochsenfrosch.
Verzweifelt rieb sich Napoleon den schmerzenden Hintern, strich sich über den außer Form geratenen Irokesenschnitt und begann bitterlich zu weinen. „Ich bin allein, ganz allein, ganz, ganz allein sogar.“, flüsterte die Maus und dann kam es noch schlimmer. Die Dämmerung setzte ein und mit ihr begann die Natur zu erwachen. Überall war das Zirpen von Grillen zu hören, Käuzchen schrieen und plötzlich war es stockdunkel. Es war so finster, dass Napoleon nicht mal mehr die eigene Pfote vor Augen sehen konnte. „Oh je oh je. In was bin ich da nur rein geraten.“, flüsterte Napoleon zu und ahnte, dass das Größte Abenteuer seines Lebens soeben begonnen hatte.
 
Napoleon wanderte durch die finstere Nacht. Bäume und Felder waren in tiefstes Schwarz getaucht. Der Mäuserich war müde und fürchtete sich, war er doch noch nie alleine in der Wildnis unterwegs gewesen. Napoleon hatte Heimweh, nie war er länger als ein paar Stunden von Tobi und dem Leben der Menschen in ihren warmen und sicheren Häusern getrennt gewesen. Ein letztes Mal rief Napoleon verzweifelt nach seinem Menschenfreund, doch unverstanden und ungehört verhallte sein Ruf. Napoleon war ganz allein. Oder doch nicht? Ängstlich sah sich die Punk Maus nach allen Seiten um. Waren da nicht gelb leuchtende Augen in der Dunkelheit? Augen, wie sie nur eine Katze hatte? Oh ja, das waren Katzenaugen, das wurde Napoleon schlagartig klar und sofort begann er um sein Leben zu laufen. Die Katzenaugen folgten ihm, egal um wie viele Büsche Napoleon auch im Dunklen lief. Eine fette Katze war unserem Mäuserich auf den Fersen und leckte sich mit der Zunge über ihre spitzen Zähne. Und glaubt mir Freunde, die Katze hatte Heißhunger, Heißhunger auf eine Maus. „Super, endlich kommt mein Abendessen!“ hörte Napoleon das Biest rufen.
 
Die Katze hetzte hinter Napoleon her. Meter um Meter näherte sie sich der Maus, dann hatte das Raubtier Napoleon erreicht. Mit einem Satz landete die Katze auf dem Rücken des Mäuserichs. Napoleon ging die Luft aus, als er im Gras landete und die Katze auf seinem Rücken spürte. Vom harten Aufprall leicht benommen, begann der Mäuserich Sterne zu sehen, leuchtende Sterne, die sich plötzlich als die Zähne der Katze erwiesen. Lang und scharf waren diese Zähne und Napoleon war sich sicher, sie konnten ihn mit einem Bissen verspeisen. „Was tun?“ fragte sich die Maus, während sie von der Pfote der Katze auf dem Boden festgehalten wurde.
 
Napoleon hörte den Magen des Biestes knurren und sah, wie sich die Fänge der Katze immer mehr seiner Nase näherten. Der Mäuserich bibberte um sein Leben und war sich sicher, noch in jungen Jahren sterben zu müssen. Nie wieder Tobi sehen, nie wieder Käse essen, nie wieder Pogo tanzen. Eigentlich war es ein schönes Leben gewesen, befand Napoleon, als er sich darauf vorbereitete, verspeist zu werden. Doch was war das? Das Maul der Katze schloss sich wieder, ohne Napoleon auch nur ein Haar gekrümmt zu haben.  Angewidert sahen die gelben Katzenaugen auf Napoleon herab. Vorsichtig befühlte die Katze mit der Pfote den Irokesenhaarschnitt des Mäuserichs, denn so etwas hatte das Raubtier noch nie gesehen. Die Katze ekelte sich vor dem rot gefärbten Fell der Punk Maus. „Pfui Teufel! Was ist denn das?“ raunte sie, runzelte die Stirn und beschnupperte das rote Fell. „Sag mal du, bist du eine Maus?“ Napoleon schüttelte heftig den Kopf. „Nein, nein und nochmals nein. Ich... ich ...“ Napoleon überlegte und überlegte, dann viel ihm eine geeignete Antwort ein. „Ich bin ein exotischer Hamster.“ „Ein was? Ein Hamster?“ fragte die Katze, die noch nie von einem Hamster gehört, geschweige denn einen gesehen hatte.
 
Nachdenklich starrte die Katze auf  Napoleon. „Hmm, sag mal, kann man Hamster essen?“ wollte sie wissen. Der Mäuserich schüttelte erneut aufs Heftigste den Kopf. „Nein, nein. Ganz bestimmt nicht. Ich, ich bin giftig. Mein rotes Fell ist eine Warnung an alle. Wer mich anbeißt, steckt sich an. Erst färbt sich das Fell rot, dann kommen fürchterliche Bauchschmerzen hinzu. Und dann, dann wird einem ganz schwindelig.“ Napoleon rollte wild mit den Augen, um seine Worte zu unterstreichen und entsetzt folgte die Katze Napoleons Schilderung. „Iss mich bloß nicht. Sonst wirst du fürchterlich krank werden.“, log Napoleon was das Zeug hielt.
 
Die Katze fasste einen Entschluss. Vorsichtig hob sie ihre Pfote an, zog die Krallen ein und gab Napoleon frei. Erleichtert, nochmals glimpflich davon gekommen zu sein, ging die Katze ein paar Schritte rückwärts. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sie diesen giftigen Hamster verschlungen hätte. Dann wischte die Katze ihre Pfoten im feuchten Gras ab, um das Risiko einer Ansteckung zu vermeiden und rannte sie so schnell sie konnte davon.
 
„Ufff!“ schnaufte Napoleon. Erleichtert aber auch stolz auf seinen Trick lag die Maus ausgestreckt im Gras. Fast wäre er zu Katzenfutter geworden. Aber nur fast. Napoleon lächelte.
Leseprobe:
Kapitel 1        Adrian und der Ninja
„Mist, so wird das nie was mit dem Stammplatz im Team.“, murrte Adrian in sich hinein, denn beim Fußballspielen war seine Schuhsohle gebrochen. Sockfuß und mit einem kaputten Kickstiefel in der Hand stapfte der zwölfjährige Junge missmutig vom Trainingsplatz, der mehr ein Acker als ein Rasen war. Enttäuscht verließ Adrian das Trainingsgelände des FC Wacker Bavaria.
Auf der Straße entdeckte Adrian einen Kronkorken und versuchte ihn mit dem Fuß in die Luft zu schnippen. Es misslang. „Adrian, du bist ne Fußballgurke!“ haderte der Junge, und unzufrieden mit sich und der Fußballwelt bog er in eine schmale Gasse ein.
Überrascht starrte Adrian auf eine schwarz vermummte Gestalt mit Ninja-Gesichtsmaske und schwarzen Turnschuhen. Der Ninja sprang aus dem Gebüsch und rannte davon, ohne Adrian zu beachten.
„Ein Ninja, hier in München?“
Verblüfft sah Adrian dem Jungen nach, wie dieser an den dichten Hecken der Gasse entlang raste und direkt auf eine Kreuzung zulief, an der plötzlich ein Mädchen stand. Der Ninja sprang in die Luft und mit den Knien traf er das Mädchen im Rücken.
Das Mädchen schrie vor Schmerz auf und stürzte. Vergeblich versuchte sie ihren Fall zu bremsen, als sie zu Boden ging. Der Angreifer lachte laut. Erschrocken sah sein Opfer zu ihm auf.
 
„Bleib stehen, du Idiot!“ brüllte Adrian, doch die vermummte Gestalt lief einfach davon. Adrian rannte an dem Mädchen vorbei, das weinend auf der Straße saß und sich den Rücken rieb. Ihre Hände waren aufgeschürft und bluteten. „Ich krieg ihn!“ rief Adrian der Weinenden zu und eilte weiter.
 
Adrian war ein guter Läufer. Als Außenverteidiger der Fußball D-Jugend von Wacker Bavaria war er es gewohnt, das Spielfeld rauf und runter zu rennen. Seinem Gegner hingegen ging schnell die Puste aus und Adrian gelang es, den Abstand zu verkürzen. Meter um Meter kam er näher, bis ihn nur noch eine Armlänge vom fliehenden Ninja trennte. Adrian machte sich zum Hechtsprung bereit.
 
Der Hechtsprung, dann ein eine Rolle auf dem Asphalt und „Zack“ packte Adrian die Beine des Ninjas. Der plumpste auf die Nase und lag ausgestreckt auf dem Gehweg. Adrian ließ sich auf den Hintern des Ninjas fallen und nahm ihn in den Schwitzkasten. „Ergib dich.“, forderte er den Unterlegenen auf. Genauso wäre es gewesen, wenn alles nach Plan gelaufen wäre. War es aber nicht und drum noch mal von vorne:
Adrian machte sich fertig zum Hechtsprung, doch plötzlich spürte er einen Schlag auf seinem Hinterkopf. Adrian schrie vor Schmerz auf. Er sah Sterne, dann begann er zu taumeln, bevor ihm schwarz vor Augen wurde und er ohnmächtig auf den Gehweg stürzte.
 
Kapitel 2         Eine Lüge
Der achtzig jährige Alfred Heinrich hatte gerade Schneckenkorn auf das Gemüse in seinem Garten gestreut, als er Adrians Schrei vernahm. Neugierig eilte der rüstige Rentner zu seiner Gartenecke, wo er sich auf Zehenspitzen erhob und über die Hecke blickte. Ein Junge lag regungslos auf dem Gehweg und ein paar Meter dahinter saß ein Mädchen auf dem Hosenboden und weinte. Sonst war weit und breit niemand zu sehen.
Alfred griff nach seinem Handy und rief Polizei und Notarzt. Dann lief er auf die Straße, um zu helfen.
„Alles in Ordnung, Mädchen?“ Katja nickte. Besorgt ging Alfred weiter und sah nach Adrian. Der alte Mann fühlte den Puls, schüttelte Adrian sanft an der Schulter und siehe da, der Junge erwachte aus seiner Ohnmacht.
„Alles ok. Danke.“, murmelte Adrian benommen und rieb sich den schmerzenden Kopf, als auch schon eilig ein Notartwagen um die Ecke fuhr. Ein Arzt stieg aus und lief auf Adrian zu.
 
Der Notarzt kniete über Adrian und schnitt ihm mit einer Schere einen Büschel Haare ab. Mit einem Tupfer desinfizierte der Mann eine harmlose Platzwunde am Hinterkopf des Jungen.
„Aua!“ rief Adrian.
„Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“ antwortete der Arzt.
„Ich bin aber kein Indianer.“, murrte Adrian und sah auf das Haarbüschel, das am Boden lag und vom Wind davon geweht wurde.
„Du bist ein Fußballer, oder?“ Der Notarzt deutete auf die Sporttasche neben Adrian, aus der der kaputte Kickstiefel lugte. Adrian nickte.
 
Adrian beobachtete, wie unbeteiligt sich das Mädchen im Gespräch mit dem Polizisten gab, so als habe es mit alledem hier nichts zu tun. Aufmerksam lauschte Adrian der Befragung.
„Also Katja, jetzt erzähl mal, was passiert ist.“
„Nichts ist passiert. Ich bin gestolpert und gestürzt. Mehr war nicht.“
Adrian konnte nicht glauben, was er da hörte. „Sie lügt!“ wollte er rufen, doch er schwieg und zog es vor, der weiter zuzuhören.
 
„Mehr war nicht?“ antwortete der Polizist ungläubig. „Und der Junge dort? Was ist mit dem? Ist der auch gestürzt?“
„Weiss ich doch nicht. Fragen sie ihn doch.“
Das Mädchen sah den Polizisten trotzig in die Augen. Für Katja war das Gespräch beendet. Der Wachtmeister nickte knapp, dann ging er zu Adrian.
„Und du Junge, bist du auch nur gestürzt?“
„Nein. Ich bin niedergeschlagen worden, als ich einen Jungen verfolgt habe.“
„Und wie sah der Junge aus?“
Adrian zögerte. Er traute sich nicht recht, die Wahrheit zu sagen.
Ungeduldig sah der Polizist Adrian an.
„Versprechen sie mir, dass sie mir glauben?“ fragte Adrian und der Mann versprach es.
„Na ja“, drückte Adrian herum. Er sah aus, wie ein Ninja.“
„Ein Ninja, hier in München?“, entfuhr es dem verblüfften Polizisten, während Adrian einen Blick auf den Notizblock des Beamten warf. Dort stand in Großbuchstaben der Name des Mädchens geschrieben, das so unverschämt gelogen hatte. Katja Dehner war ihr Name.
 
Der Polizist bemerkte den neugierigen Blick Adrians nicht, er grübelte über die Antwort des Jungen, dann ging er ein paar Schritte, um sich mit seinem Kollegen zu beraten, der Alfreds Aussage aufgenommen hatte.
„Also, das Mädchen ist gestürzt, der Junge will einen Ninja gesehen haben, bevor er ihn Ohnmacht fiel und der Rentner hat beim Heckeschneiden einen Schrei gehört.“, Informierten sich die Polizisten und in beiden Gesichtern breitete sich Unglauben aus. Für beide Beamte war der Fall klar. Seine Klarheit bestand darin, dass es gar keinen Fall gab.
 
Kapitel 3         Die Spitze des Eisbergs
Adrian sah dem Streifenwagen der Polizisten nach, der eilig um die Ecke bog. Enttäuscht und ein wenig wütend machte sich Adrian trotzig Mut.
„Aufgeben gilt nicht.“, grummelte er und ging entschlossen auf Katja zu, die soeben den Tatort verlassen wollte.
„Heh Du! Warte mal!“ rief Adrian und Katja blieb stehen. Sie wirkte unsicher.
„Warum lügst du?“
Katja erschrak. Sie schwieg lange, für Adrian zu lange, als dass er ihrer Antwort geglaubt hätte.
„Ich habe nicht gelogen. Warum hätte ich lügen sollen?“
„Genau das will ich von dir wissen.“
„Spinnst du? Hau ab und lass mich in Ruhe!“
„Erst wenn du mir deinen Namen sagst.“ Adrian stellte Katja auf die Probe. Prompt antwortete sie mit einer weiteren Lüge.
„Silke.“
Katja drehte sich um und so schnell sie konnte, rannte sie davon.
„Heh! Bleib stehen!“ schrie Adrian, doch Katja dachte nicht danach.
„Bleib stehen, Katja!“
Katja blieb erschrocken stehen. Als sie sich zu Adrian drehte, konnte der Junge die Furcht in ihrem Gesicht sehen.
Einen Augenblick sahen sich die beiden an, dann lief Katja weiter und winkte einem Bus, der die Straße entlang fuhr. Der Fahrer verlangsamte und Katja sprang durch die sich öffnende Tür hinein.
„Kümmere dich um deinen eigenen Kram! Klugscheißer!“ schrie Katja Adrian entgegen, dann schloss sich die Tür.
 
Der Bus entfernte sich rasch und ließ Adrian allein und nachdenklich zurück.
„Warum läuft sie weg? Warum lügt sie?“ Die Neugierde und der Ehrgeiz Adrians waren geweckt.
„Ich werde den Fall lösen und ich werde den Jungen finden, der mich niedergeschlagen hat.“
Adrian konnte noch nicht ahnen, dass der Überfall auf Katja nur die Spitze des Eisbergs war.
 
„Und ich weiss, wer mir helfen wird, die Wahrheit heraus zu finden.“ dachte Adrian, sah auf seine Uhr und lächelte.
 
Kapitel 4        Schröder
Ein Blick auf die Uhr verriet Schröder, dass es höchste Eisenbahn war. Laut dröhnte der Elektro-Sound eines selbst komponierten Songs aus den Lautsprechern seines Computers. Schröder klickte die Musik samt Musikprogramm weg, schnappte sich seine DJ-Base Cap, sein Powerbook samt Umhängetasche und eilte aus dem Haus. Mit Schwung bestieg Schröder sein orangenes Bonanza Rad aus den 70iger Jahren, mit hochgezogenem Lenker und einem Sattel, der wie eine schwarze Banane aussah. Das Bike hatte einst seinem Vater gehört und noch immer war es top in Schuss.
 
Traurig dachte der zwölfjährige Junge an seine Eltern, die auf Golfurlaub im Bermuda Dreieck waren und so selten Zeit für ihn hatten.
Schröder versuchte sich das Gesicht seiner Mutter vorzustellen, doch er sah nur das Gesicht von Hildegard, der gestrengen Haushälterin, die sich vor ihm aufbaute.
„Der junge Herr hat seinen Helm vergessen.“
Hildegard reichte Schröder seinen Fahrradhelm.
„Hab ich absichtlich getan.“ Schröder setzte trotzig den Helm auf, radelte los und lies sich den Fahrtwind um die Nase wehen. Schröder litt darunter, mit Hildegard allein in dem großen Haus voller Designermöbel zu leben. Klar, sie kümmerte sich um alles, doch er konnte es nicht leiden, dass sie sich als Ersatzmutter aufspielte und eisern die Regeln der Eltern auslegte. Deren erstes Gebot lautete, dass Schröder keine Freunde mit nach Hause bringen durfte. „Ein Schmutzfink im Haus ist genug.“, pflegte Hildegard immer zu sagen und irgendwie klang sie dabei, als wenn ihr das Leid tun würde. Ja, das Leben machte Schröder manchmal ganz schön fertig.
„Schluss jetzt. Keine Zeit für Gejammer!“ ermahnte er sich und stieg in die Eisen. Schnell radelte Schröder davon.
Schröders Ziel war ein alter Bunker im Park. Er wusste, dass er sich beeilen musste, wenn er rechtzeitig dort sein wollte. Entschlossen trat er in die Pedale.
 
Kapitel 5        Lara
„You are welcome“, bedankte sich Lara bei ihrer Mutter Sylvia, einer Engländerin. Die zwölfjährige Lara war zweisprachig aufgewachsen und sie war deswegen happy. Wenn andere Kids zu Hause Englisch für die Schule büffeln mussten, konnte Lara machen was sie wollte und Lara hatte viele Interessen. Skateboard fahren, Basketball, Surfen, Musik downloaden. Eigentlich war Lara für alles zu begeistern, nur dass, was ihre Mitschülerinnen mochten, konnte Lara nicht ausstehen. Mädchenkram wie Tanzschule, Pferdereiten und sich wie lebende Barbies rausputzen, waren für Lara ein Horror.
 
„No go“, sagte Lara dann stets und trieb ihren Vater Oliver zur Verzweiflung, der sich so gerne ein ruhiges Mädchen als Tochter wünschte, das sich für Mädchensachen interessierte und nicht immer von großen Abenteuern träumte. Doch unzufrieden waren Oliver und Sylvia mit Lara nicht, sie liebten ihre Tochter über alles. „Lara Croft“ nannten Mutter und Vater ihr Mädchen manchmal mit Spitznamen und das fand Lara richtig cool, denn die Action-Heldin aus der Spielkonsole war ein echtes Vorbild für Lara. Sie war cool, tough, eine Frau, die ihren Mann stand. So wollte auch Lara sein.  
 
Lara knotete die Schnürsenkel ihrer neuen Turnschuhe zusammen sprang auf ihr Skateboard und ab ging die Post.
 
Mit einem Affenzahn umkurvte Lara die Fußgänger, als wären sie Slalomstangen. Laut sang Lara zur Musik ihres MP3 Players, als sie eine Treppe hinab sprang und mit ihrem Board sicher auf dem Asphalt landete. Wie der Wind rollte Lara weiter und bog in den Park ein.
Ein Blick auf die Uhr verriet, Lara war früh dran. Pünktlichkeit war dem Mädchen wichtig. „Very British“ eben.
 
Lara beschloss, die verbleibende Zeit zu nutzen und einen Abstecher auf die Halfpipe, dem Skateboarder Paradies im Park zu unternehmen.
Kaum war sie dort eingetroffen, raste Lara die Rampe rauf und runter, sprang und drehte sich und vollführte ein akrobatisches Kunststück nach dem anderen. Die Jungs in der Halfpipe staunten nicht schlecht. So gut wie Lara, war keiner von ihnen.
 
„Klick! Klick! Klick!“ machten die Digi Cams japanischer Touristen, die Lara bei ihren Sprüngen knipsten. Stolz lächelte das Mädchen in die Kameras, dann war es Zeit die Halfpipe zu verlassen und weiter zu fahren.
 
Kapitel 6        Herakles
Herakles starrte auf seinen Schulranzen, der in der Ecke seines Zimmers lag, als wäre er ein böses Tier, das am Boden kauerte und gleich angreifen würde. Der dreizehnjährige Junge hasste diesen Ranzen, so wie er die Schule hasste. Drum war Herakles sitzen geblieben und ärgerte sich, weil er nun noch ein Jahr länger die Schulbank drücken musste.
„Vielleicht sollte ich doch mal ein bisschen lernen.“, dachte Herakles, den seine Freunde nach dem griechischen Halbgott benannt hatten, weil er so stark war.
„Soll ich oder soll ich nicht?“ Herakles Blick war auf die Schultasche gerichtet. Er dachte an all die Hausaufgaben, die sich darin befanden und schließlich gab er sich einen Ruck. Herakles griff nach der Tasche, öffnete sie und zog das Mathebuch ans Licht. Mit gerunzelter Stirn öffnete er das Buch und ließ seinen Blick über die Zahlen und Formeln schweifen.
„Oh Mann, das pack ich nie.“, stöhnte Herakles. Er war froh, als plötzlich sein Handy zu klingeln begann und ihn aus der düsteren Betrachtung der Mathematik riss.
 
Adrian war in der Leitung und sprach hektisch auf Herakles ein. Der lauschte lange, bevor er eine Chance zum Antworten bekam.
„Oh Mann, wie konnte ich das nur vergessen.“, entschuldigte sich Herakles und war heilfroh, Mathe entkommen zu können. Erleichtert ließ er das Schulbuch fallen und verließ eilig das Haus.
 
Herakles hastete durch die Menschenmenge, die auf die U-Bahn wartete. „Keine Zeit, keine Zeit.“, grummelte er als Entschuldigung und drückte sich zwischen zwei protestierenden Passanten hindurch.
Der Treffpunkt der Freunde war Herakles Ziel. Immer wieder sah er auf seine Uhr. „Mann oh Mann, werden die sauer sein.“ dachte Herakles und stellte sich die sauertöpfischen Gesichter von Adrian, Schröder und Lara vor, die sicher schon lange am Bunker auf ihn warteten.
 
„Keine Zeit, keine Zeit.“, entschuldigte sich Herakles und drängte sich erneut an den beiden Passanten vorbei, als diese mit ihm an der U-Bahn Haltestelle den Zug verließen.
 
Kapitel 7        Der Bunker
„Immer das Gleiche mit dem Kerl.“, murrte Lara und sah zu ihren Freunden. Schröder und Adrian nickten. Die Gefährten saßen auf dem Dach eines alten Bunkers, der im Zweiten Weltkrieg tief in die Erde gegraben worden war. Der unterirdische Schutzraum befand sich auf einer Streuobstwiese und war durch wild und hoch wachsende Gräser geschützt. Nur ein kaum sichtbares Luftrohr und eine schwere Eisenluke ließen erkennen, dass es sich hier um einen gut versteckten Schutzraum handelte.
„Ne halbe Stunde. Das ist Rekord.“, meckerte Lara und die Freunde nickten.
 
Adrian hatte einen Fußball dabei. Um sich die Zeit zu vertreiben, ließ er ihn auf vom Fuß auf den Kopf wandern und versuchte mit dem Ball zu jonglieren. Es gelang ihm nicht, und der Ball fiel zu Boden.
„Gib es auf. Aus dir wird nie ein zweiter Philipp Lahm.“ Schröders analytischer Verstand brachte es auf den Punkt. Doch Adrian gab nicht auf und versuchte erneut mit dem Ball zu jonglieren. Wieder wurde nichts daraus und das Leder kullerte auf die Wiese. “Ich doppelter Linksfuß!“ Wütend kickte Adrian den Ball und im hohen Bogen hob dieser vom Bunker ab und landete weit weg, mitten auf der Wiese.
„Tor.“, sprach Lara frech und grinste, als der Ball plötzlich wieder inmitten der Freunde landete.
„1:0 für den Herakles!“ vernahmen die Freunde eine ihnen bekannte Stimme. Außer Puste kam Herakles angetrabt. Er hatte den Ball zurück geschossen.
„Na endlich, Trantüte!“, rief Schröder Herakles entgegen und sah demonstrativ auf seine Uhr.
„Sorry, ehrlich.“, hechelte Herakles.
„Nix da.“ Immer das Gleiche. Mal hast du verschlafen, mal hattest du Gegenwind.“ klagte Lara.
„Und was war es heute?“ wollte Adrian wissen.
Herakles sah in die Runde und überraschte alle mit der Wahrheit.
„Ich wollte Hausaufgaben machen.“
Schröder, Lara und Adrian lachten laut.
„Der war gut.“, giggelte Lara.
„Das war kein Witz.“, empörte sich Herakles und den Freunden blieb das Lachen im Hals stecken.
„War es nicht?“ Adrian konnte es kaum glauben. Betreten sah er zu Lara und Schröder. Sofort beschlich die Gefährten ein schlechtes Gewissen, denn dass Herakles mal freiwillig lernen wollte, war so selten, wie sechs Richtige im Lotto oder ein gelungenes Dribbling von Adrian.
„Ok Leute, macht euch locker. Ihr braucht kein schlechtes Gewissen haben, ok?“ Herakles beruhigte die Freunde und Adrian, Lara und Schröder waren wirklich erleichtert.
 
Müde und abgekämpft setzte sich Herakles zu den anderen.
„Nix da.“ Meinte Schröder.
„Hoch mit der Kiste und auf mit dem Deckel!“, prustete Lara und schloss ein funkelnagelneues Vorhängeschloss auf, das die Luke des Bunkers sicherte.
Herakles sprang auf die Beine und zog mit Bärenkraft am Griff der schweren Eisenluke.
„Wisst ihr noch, wie wir damals über den Bunker gestolpert sind?“, fragte er.
„Du bist darüber gestolpert, Herakles.“, korrigierte Adrian und die Freunde grinsten.
„Das alte Schloss war so rostig, dass es schon vom Hinsehen abfiel.“, erinnerte Herakles.
„Oder weil du darauf gelandet bist.“, konterte Adrian, während Herakles die Luke des Bunkers aufstemmte.
 
Kapitel 8        Alarm für die Krimi Kids
Eine Leiter führt nach unten in die Dunkelheit. Adrian kletterte behände hinab und die Freunde folgten ihm.
„Rück endlich mit der abgefahrene Geschichte raus, die du uns erzählen willst!“ Schröder platzte fast vor Neugierde.
Adrian entzündete eine Gaslampe. Matt erhellte sie den düsteren Raum und gab den Blick auf vier alte Gartenliegestühle frei, die um einen dreibeinigen Holztisch standen. „Na dann pflanzt euch mal.“, sprach Adrian und mit einem Seufzer machte es sich Herakles bequem.
 
Als es sich alle gemütlich gemacht hatten, erhob Adrian das Wort. „Also Leute. Heute gibt es was Wichtiges zu besprechen.“ Er schaute jedem einzelnen mit einem bedeutungsschwangeren Blick in die Augen.
„Jetzt mach’s doch nicht so spannend. Wir sind hier nicht im Theater.“ Lara platzte fast vor Neugierde.
„Red schon!“, drängte Schröder.
„Genau Mann, trödele nicht rum!“ bekräftigte Herakles und alle mussten lachen, denn war nicht Herakles der Meister im Trödeln?
Adrian begann zu erzählen und die Gefährten lauschten neugierig. Über den Ninja sprach er, von Katjas Lüge und dem geheimnisvollen Fremden, der ihn niedergeschlagen hatte, aber auch von der Polizei, die Adrian kein Wort geglaubt hatte.
„Das ist ja die Höhe!“, empörte sich Lara
„Ne Sauerei.“, pflichtete Schröder bei.
„Da müsste man was gegen unternehmen.“, dachte Herakles laut.
„Genau!“ pflichtete Adrian ihm bei. „Und ich weiss auch schon was.“
Mit großen Augen sahen Lara, Schröder und Herakles zu Adrian auf.
„Anstatt immer nur Krimi Rollenspiele zu spielen, lasst uns echte Verbrechen aufklären. Wir werden Detektive sein und der Bunker ist unser Hauptquartier.“
„Detektive?“ Schröder traute seinen Ohren nicht. „Und wie sollen wir uns nennen? Die Bunker Boys vielleicht?“
„So ne Art Polizisten oder was?“ warf Herakles ein.
„Krimi Kids?“ fragte Lara erstaunt.
Ungläubig sahen die drei zu Adrian, der vor Begeisterung strahlte.
„Ja, Krimi Kids. Und unser erster Fall wird es sein, das Geheimnis des Ninjas zu lüften.“
„Wow, abgefahren!“, rief Schröder.
„Bärenstark!“, brummte Herakles
„Mega cool.“, ergänzte Lara begeistert.